Sieben SEO-Fehler, die Google freuen
Unter dem Titel 7 Red Flags that Reveal to Google You’re an SEO Criminal – Avoid These! findet sich ein Artikel von Gyutae Park, der gut zum letzten Artikel über die Linkpyramide passt. Nicht dass jemand denkt, ich mache jetzt nur noch deutsche Wiedergaben englischer Artikel
Aber grade auch aufgrund der aktuellen Flaute an wirklich hochwertigen, deutschsprachigen SEO-Artikeln lohnt sich der Blick ins Ausland mehr denn je.
Wie gehabt, meine persönliche Wiedergabe des Artikels über die Sieben SEO-Fehler, die Google freuen… Der Ansatz des Autors ist, dass Google SEOs als kriminell einstufen würde (eine Meinung, die ich in der Form nicht 1:1 teile – siehe u.a. meine Artikel „Suchmaschinenoptimierung ist kein Spam“ oder „Google kauft SEOs“). Deshalb sei alles, womit man sich Google gegenüber als SEO zu erkennen gibt, zu vermeiden. Die sieben Fehler werden als rote Flaggen bezeichnet. Denn wenn du sie begehst, ist es so, als würdest du dich hinstellen, mit einer roten Flagge wedeln und laut rufen: „HAAAAALOOO, ich bin ein SEOOOOOO.“
Da ich gleich in Urlaub fahre, nur in Kürze:
1. Du verrätst öffentlich deine SEO-Taktiken
Da freut sich Tante Goo. Als Beispiel wird Feeling The Power Of Google PageRank 6 angeführt, dessen Autor kurz darauf mit einer Penalty abgestraft wurde.
2. Deine Seiten liegen nahe beeinander
Google besitzt massig Informationen, mehr als man denkt: Analytics, WhoIs-Daten, IP-Adressen und Linkstrukturen. Oder surft ihr nur mit einem einzigen Browser, bei dem die Google Toolbar installiert ist oder eine PageRank-Anzeige? Ich muss sogar erleben, dass Linkbilder ihre Informationen über einen Google-Mailaccount schicken. Dümmer geht nimmer, oder?
3. Deine Seite ist für bestimmte Keywords überoptimiert
Braucht man wohl nicht näher erläutern. Massiv dieselben Keys im Header, title, URL, Content. Wie man das umgehen kann, findet sich bei Aaron Wall.
4. Dein Link-Profil ist unnatürlich
Was Punkt 3 für OnPage, ist Punkt 4 für OffPage:
- Zu viele Links in zu kurzer Zeit
- Zu ähnliche Ankertexte
- Zu wenig Deeplinks bzw. zu viele Links auf die Startseite
- Zu viele Links von minderwertigen Seiten
- Zu viele reziproke Links
- Zu viele Sidebar- oder Footerlinks
5. Du benutzt das nofollow-Attribut für PageRank-Sculpting
Okay, Wordpress-Dummies haben nofollow meist drin. Aber wenn nur bestimmte Seiten einer Domain mit nofollow belegt sind, dann liegt es nah, dass ein SEO dahinter steckt. Und aus meiner Sicht gilt dasselbe für alles andere, was grade die Nachfolge von nofollow antreten soll. Aus meiner Sicht wiegt also die Gefahr (Entdeckung als SEO) den Nutzen locker auf (außer man ist SEO-Bitch bei einem großen Konzern, dessen Seite eh ungefährdet ist *g*).
6. Du verkaufst oder kaufst offensichtlich Links
Google mag Paid-Links ganz und gar nicht. Es gibt Stimmen, die behaupten, dass Google längst mit Accounts Linkkauf-Plattformen unterwandert hat. Insofern ist die sicherere Methoden, nicht über solche Anbieter zu gehen. Klassische Platzierungen wie Sidebar/Footer oder hochgradige Unrelevanz (Link zu einer deutschsprachigen Handyseite auf einer chinesichen PR7-Mangaseite) helfen Goo beim Identifizieren.
7. Du ballerst eine Spam-Seite nach oben
Du kannst eine Seite mit OnPage-Optimierung und Linkbildung in die TopTen bekommen. Wenn Google dann allerdings auffällt, dass die Seite dort nicht wirklich hingehört (z.B. durch manuelle Überprüfung durch Quality Rater), kannst du Ziel einer genaueren Überprüfung werden. Ich verweise hier nochmal auf die Linkpyramide – für solche Rankings kommen nur Seite der Stufen drei oder vier in Frage.
Fazit
Der Autor ist der Meinung: SEO ist immer schwieriger und die Tage von Tricks und Manipulation, um Top-Rankings zu erhalten, sind fast vorbei. Nun, ich denke, dass er mit der ersten Meinung richtig liegt, mit der zweiten dagegen nicht. Wobei die „Tricks“ für mich eher für fundiertes Wissen, Erfahrung und Strukturen stehen. Und damit hat man weiterhin großen Einfluss.
Insgesamt denke ich, dass es wieder ein Mal die Kombi macht. Eine sehr starke OnPage-Optimierung allein mag noch nicht wirklich aussagekräftig sein. Und auch das, was als „spammy site“ eingestuft werden kann, ist zuweilen nicht eindeutig. Wenn aber mehrere Faktoren zusammenkommen, dann wird es knifflig. Gegenüber Google ist selbst die ausgewachsendste Paranoia nachvollziehbar. Insofern: Immer schön unterm Radar bleiben
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Über diesen Artikel
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- Veröffentlicht:
- 18. Juli 2009 / 14:45
- Autor:
- Loewenherz
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