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Linkgeiz in Deutschland und Googles Altruismus

Vorletzte Nacht schrieb ich über das Posting der Google Webmasterzentrale über Webkataloge. Dabei schrie folgender Satz danach, noch einmal tiefer zu gehen: “Linktausch mit dem Ziel, das Ranking in Suchmaschinen zu manipulieren, verstößt gegen unsere Richtlinien für Webmaster.” Nur: Geht es wirklich ohne?

Hierzu eine persönliche Geschichte über mein Lieblingsprojekt: 1999 startete ich damit im Netz, ab 2001 war es unter eigener Domain. Google kam in Deutschland an, ich war begeistert und verlinkte und empfahl Google wie blöd – wie so viele andere Webworker auch. Tante Goo war der sympathische Newcomer und Underdog. Und wurde groß.

Irgendwann stellte ich fest, dass mein Projekt bei Google – im Gegensatz zu Fireball, Altavista und was damals noch alles relevant war – unter dem Hauptkey nicht rankte, obwohl es im gesamten deutschsprachigen Netz DIE Ressource zum Thema ist, mit dem größten Forum etc. Es war der Beginn meiner Laufbahn als SEO. Ich löste eine “Bremse” – die wegen der User eingerichtet worden war, aber Google abstrafte (soviel zum Thema: “Erstellen Sie Seiten für Nutzer und nicht für Suchmaschinen”). Einstieg auf Seite 7, immerhin. Ich schaffte es mit gnadenloser OnPage-Optimierung bis auf Seite 2, dort war erst einmal Ende. Was nun?

Ich musste einsehen, dass Google gar nicht wirklich in der Lage ist, hochwertige Seiten mit erstklassigem Content zu erkennen bzw. Googles Algorithmen Eingriffe von außen – vulgo Manipulation – notwendig machen!

Zuweilen bin ich richtig naiv. Schon früher – so ca. ab 2002 – bekam ich immer wieder eMails von Leuten, die mit mir Links tauschen wollten. Hey, warum sollte ich das tun? Ich schrieb ihnen zurück: Wenn deine Seite mir gefällt, dann linke ich auch so drauf, ohne dass wir tauschen müssen. Und wenn sie mir nicht wirklich gefällt oder thematisch nicht zu meiner Seite passt, warum sollte ich dann darauf linken? Und wenn dir meine Seite gefällt, hey, dann link doch einfach drauf.

Ich verhielt mich damit genauso, wie Google es am liebsten sehen möchte. Doch ließ sich damit kein Blumentopf gewinnen. Klar, User kamen über persönliche Empfehlungen auf meine Seite, aber eben wenig über Google. Die “Konkurrenz” wurde immer mächtiger. Es war wie beim Radrennen, wo alle dopen bis auf einen, und dieser einzig ehrliche Depp auf dem letzten Platz landet. Mir reichte es, ich stieg in den Bereich der Linkbildung richtig ein und schaffte es immerhin dauerhaft auf Platz 3. Vor meinem Projekt steht nur noch die zuweilen lästige Wikipedia mit einem nicht unbedingt empfehlenswerten Artikel (gehört aus fachlicher Sicht also einfach nicht dorthin) und die Keyworddomain, die inhaltlich nichts anderes als ein Shop mit angeschlossenem Linkverzeichnis ist, dessen Einträge entweder bezahlt oder durch Backlinks erkauft werden. Angesichts dessen bin ich immer noch der Meinung, dass Google Qualität nicht wirklich erkennt.

Sasa Ebach hat den oben genannten Artikel kommentiert zum Thema Google und Linktausch: “Sie tun aber immer noch so, als sollte es nicht so sein, denn schließlich basiert ein nicht unerheblich Teil des Algos auf der Annahme, dass Links eben *keine* Währung, sondern altruistische Abstimmungen sind”. Bei kleinen Projekten kann man es auch weitgehend ohne Linktausch, einfach nur mit excellenter OnPage-Optimierung schaffen, aber sobald man im Trefferbereich ab ca. 500.000 arbeitet, geht es ohne Linkbildung und Domainalter einfach kaum. Zumal man, solange man kaum auffindbar ist, auch sein Publikum nicht erreicht und so gut wie keine Chance auf einen freiwillig gesetzten Link hat.

Google denkt amerikanisch und ich vielleicht früher auch. Aber wir sind hier in Deutschland, wo die Uhren anders ticken. Mediadonis sagt in einem Interview zu Recht: “Außerdem gibt es gerade hier in Deutschland einen enormen Linkgeiz“. Und genau das ist ein Problem, das dazu führt, dass Linkkooperationen sein müssen – und zwar hochwertige!

Mein Lieblingsprojekt wendet sich an eine Zielgruppe, die nicht unbedingt internetaffin ist. Man surft ein bisserl, diskutiert im Forum und chattet. Aber die überwiegende Zahl dieser User hat keine Homepage, von der aus sie verlinken können. Hier hat halt nicht jeder sein eigenes Blog, sein MySpace-Profil etc. und will es in der Regel auch gar nicht. Damit fallen viele potentielle Backlinks weg.

Aber okay, es gibt in jenem Bereich auch Seminaranbieter und ich pflege auf meiner Seite eine kostenlose Eintragsliste. Jeder Betreiber einer thematisch passenden Website kommt dort rein. Irgendwann begann ich all diese Leute – rein tentativ *g* – anzumailen, sobald ich sie aufgenommen hatte; teilte ihnen mit, dass sie drin sind, dass dies aufgrund meiner hohen Besucherzahlen einen erheblichen Mehrwert für sie bedeutet und dass ich mich über einen Link freuen würde. Toll, nicht wahr?

Aber das Ergebnis? Grade mal ein Fünftel der Menschen antwortet bzw. verlinkt. Absolut demotivierend. Einige verlinken nicht, weil ihnen die Seite nicht passt, andere, weil sie nur auf eigene Projekte, Freunde oder Familie linken, und viele, weil im Konzept ihrer Seite gar nicht erst ein Platz für Links vorgesehen ist bzw. weil ihnen ihr Webmaster gesagt hat, dass “ausgehende Links schlecht für das Ranking sind”! Kein Scherz.

Bleiben also die 20%, die einen Link setzen. Aber ohoh, was haben wir dann: Reziproke Links, die Google weniger toll findet. Aber, ihr Freaks aus Mountain View, so läuft das eben unter Freunden. Und da es vor allem kleine Webmaster sind, haben diese einen Bereich auf ihrer Seite, der ist betitelt mit “Links”, hat meist auch eine URL wie “links.html” und, ja richtig, alles wieder etwas was Google nicht mag. Und genau auf diesen nett und ehrlich gemeinten Linkseiten stößt man dann auf einen grauen Balken. Abgewertet, aus dem Index, whatever.

Im Grunde muss man also jeden noch so kleinen Webmaster SEO-technisch coachen: Dies und jenes mag Google nicht, verlinkt mich doch bitte aus dem Content (was manche wieder ablehnen, weil sie Angst haben, sie könnten dann wegen versteckter Werbung abgemahnt werden oder User verlieren oderoderoder) usw. Von wegen “Erstellen Sie Seiten für Nutzer und nicht für Suchmaschinen”, ein nettes Märchen.

Ja, Googles Vorstellungen sind wunderbar. Aber es sind die idealisierten Vorstellungen eines jungfräulich-pubertierenden Mädchens vom ersten Mal. Die alte Tante mir ihren Abermillionen von Lovern sollte es besser wissen. Das Konzept funktioniert nur in bestimmten Biotopen wie beispielsweise Bereichen der Blogosphäre. Doch selbst hier wird der Linkliebe mit nofollow (Grüße an den SEOnauten und andere nofollow-Freaks) oder Kommentarspam von SEO’s, welche das Social Media Konzept einfach nur missbrauchen, der Garaus gemacht.

Solange Googles Algorithmen nicht intelligenter werden, ist Linkbildung ein Muss! Und wenn wir damit nun alle als evil erklärt werden, dann trägt eben jeder WhiteHat unter seiner Haube auch noch einen schmucken schwarzen Schleier.

Edit: Gerald hat am 10.07.08 mit einem Blogeintrag nachgezogen, der dem Linkgeiz noch mal historisch lästerhaft in ihren Basics nachgeht.

Autor:

Frank Doerr (aka Loewenherz) ist seit 1996 online, Geschäftsführer der Online-Marketing Agentur Spinpool GmbH und Inhaber der Webdesign-Agentur Wolke23. Fachjournalist (bdfj) und Buchautor. Er hält Vorträge auf SEO-Konferenzen, organisierte den SEO Stammtisch Rhein-Main und hat die erste offizielle Dokumentation der SISTRIX Toolbox verfasst. In den 90ern Lehrauftrag an der FH Frankfurt/Main, 2015 an der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Informationswissenschaft.

40 Kommentare

  1. Welch wahren Worte! Endlich sagt es mal jemand. Natürlich muss man schauen, wie man Links bekommt, denn diese sind für gute Positionen bei etwas schwierigen Keys einfach nötig. Und natürlich ist das aus Googles Sicht black. Aber was will man machen?
    Super Beitrag!

  2. Sehr guter Artikel. Bravo.

    Ich habe es zwar in einem umkämpften Bereich tatsächlich ohne Linktausch, -kauf oder andere bewusste Linkbuilding-Methoden auf eine gute Position gebracht, aber das ist jahrelange mühevolle Arbeit. Wenn man sieht wie andere mit ihrem Müll an einem vorbeiziehen kommt man sich echt vor wie der Depp.
    Grundsätzlich will ich nur in den Top-Ten stehen, wenn meine Inhalte zu den besten 10 zu dem Keyword gehören. Aber bis Google soweit ist, dass das ohne nachhelfen geht, ist alles erlaubt.

  3. Guter Artikel. So siehts aus, Google diktiert uns wie wir uns zu verhalten haben oft an den Realitäten der einzelnen Länder vorbei. So sind englische Seiten etwa grundsätzlich im Vorteil etc.

    Danke für den Link, aber ich würde nicht so scharf formulieren, viele SEOs verstehen einfach Social Media nicht und behandeln diese wie moderne Webkataloge. Missbrauch ist falsche Nutzung wider besseres Wissen. Viele sind einfach auch “antisocial” und brauchen Ego-Media nicht Social Media.

  4. Danke für die schnellen Kommentare!
    @Tadeusz: Stimmt, deine Differenzierung ist völlig korrekt. Es ist nicht nur Missbrauch, sondern auch Missverständnis.

  5. Wow wirklich klasse Artikel, super geschrieben und inhaltlich kann ich dem eigentlich nur zustimmen.
    Google will diktieren und alles was denen nicht in den Kram passt wird als schwarzer Hut abgestempelt und/oder schön mit einer Penalty versehen.
    Content ist eben immer noch nicht alleine King und so lange muss man einfach auf die ein oder andere Weise nachhelfen.

  6. Sehr guter Artikel!

    Es ist deprimierend, wenn Seiten mit wenig und dazu noch schlechtem Content plötzlich vor einem stehen, da bleibt keine andere Wahl, als nachzuhelfen 🙁

    Gruß
    Christian

  7. Schöner Rant, geht aber ein wenig zu seehr von dre Prämisse aus, dass die Welt gerecht sei, und damit an der wirtschaftlichen Zielsetzung Googles vorbei.

    Google hat keinen Vorteil davon, “gerecht” zu sein – damit wird kein einzige zusätzliche Sucher angezogen.

    Einziger Anspruch Googles an die ersten dreißig Treffer ist, dass der durchschnittliche Suchende das Resultat für “brauchbar” hält. Dann kehrt er wieder und konsumiert die Werbung.

    Und das Web ist mittlerweile groß genug, dass es dreißig plausible Websites zu vielen populären Treffern gibt. Auf dieser Erkenntnis basiert ja auch die ursprüngliche Idee von Mahalo. Ob außerdem noch eine besonders gute Site auf Platz 31 oder 70 oder wo auch immer gereiht wird, ist für Googles Traffic irrelevant. Kollateralschaden für den Webmaster, aber sonst schon nix auch.

  8. Wahre Worte! Ein super Artikel! Ist leider wirklich so das man aufgrund freiwilliger Basis keine bis kaum Links bekommt! Ohne Linkbuilding kommst du nirgendwo mehr hin!

  9. Hi Robert,
    ob die Welt gerecht ist oder nicht? Nun ja, diese Diskussion wäre sinnlos. Ich erwarte auch nicht, dass Google gerecht ist.
    Aber ich glaube, dass Google den Anspruch haben sollte – und ich habe ihn auf jeden Fall an eine Suchmaschine – nicht nur “brauchbare” Ergebnisse zu bringen, sondern tatsächlich die bestmöglichen. DAS ist die Suchmaschine, die ich haben will. Und ich glaube, den Ehrgeiz haben auch Larry und Brin. Nur das bindet Kunden langfristig. Und dies geht letztendlich zufälligerweise auch einher mit Gerechtigkeit – wenn auch nicht aus der subjektiven Sicht eines Webmasters, der seine Seite für die Beste hält, wobei diese Sicht im genannten Beispiel natürlich ganz objektiv zutrifft 😉

    Übrigens habe ich mir den kritisierten Artikel in der Wikipedia letzte Nacht nochmal angeschaut aufgrund der immer noch bestehenden Diskussion bei Thomas Promny bezüglich “Nazipedia”. Und ich muss sagen, dass ich ihn mittlerweile zwar nicht optimal, aber ganz gelungen fand. Auch wenn ein Editor
    namens TCrib sein ganz persönliches Feindbild ausgelebt hat, so konnten doch besonnene Editoren und ein engagierter User einiges verbessern. Es geht also doch.

  10. Hi,

    ich wollte einmal anmerken, dass man die Stadardschrift und -größe überhaupt nicht lesen kann. Muss es 4x vergrößern, bis die buchstaben nicht mehr “verkanten”.

    sonst TOP artikel.

    gruß
    damian

  11. 4x vergrößern klingt für mich doch arg übertrieben, zumal ich es an keinem PC nachvollziehen konnte. Ohne Angabe eines verwendete Betriebssystems, der Auflösung und Monitorgröße ist das Ganze wenig hilfreich und wirkt eher spammy.

    Aber Fakt war, dass das Template mit einer Standardgröße von 11px agierte, was ich persönlich auch zu gering finde. Ab jetzt ist der Standard auf 12px, so dass die Anregung doch noch gefruchtet hat 🙂

  12. @Loewenherz: Doch, doch, Damian hat Recht. Ich habe Dir mal einen Screenshot per Mail geschickt.

  13. sry, mein Kommentar sollte kein Spam sein. Aber das sah echt schlimm aus. Auf meinem Laptop 15.4 zoll, xp, im Firefox (jeweils aktuellstem Stand) sieht wieder schick aus. In der Arbeit heute früh konnte man es aber immernoch nicht lesen. Weiß jetzt nicht genau, wann du was geändert hast. Aber es gibt ja auch solche Tools, die dir die Seite in verschiedenen Browsern, Systemen und Einstellungen ein Screenshot machen.

    gruß
    damian

  14. Sorry Damian, ist geklärt. Horst hat mir einen Screen geschickt – Windows Vista und FF2. Es scheint an den Schrifttypos zu liegen. Ich ändere es und würde mich freuen, wenn ihr – sobald ich diesen Kommentar entsprechend ergänzt habe – noch mal gegencheckt.
    @Horst: Hab “Lucida Grande”, “Lucida Sans” aus dem Style entfernt. Wie sieht es für euch beide nun aus?

  15. Nach einem Reload im Browser ist es nun prima. 😎

    Meine geschundenen Augen danken es Dir.

  16. Merci für den Hinweis ihr Beiden. Mailt mir euer Lieblingskeyword und ich werde es irgendwo als Dankeschön unterbringen 🙂

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  21. Wow darf ich diesen Artikel jetzt mit einem Link im kommentar bestücken sogar ohne NoFollow. Das ist ja richtige Link grosszügigkeit oder ist rel=external genauso schlimm wie nofollow?

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  30. Wahre Worte! Ein super Artikel! Ist leider wirklich so das man aufgrund freiwilliger Basis keine bis kaum Links bekommt! Ohne Linkbuilding kommst du nirgendwo mehr hin!

    Caro

  31. Sehr wahrer Artikel!Da ich aber nur “privat” blogge und nicht auf Besucher angewiesen bin, halte ich mich aus diesem Linktausch-Ding raus… Trotzdem bekomme ich ab und an einen ab, wenn wirklich mal jemand meine Inhalte für lesenswert hält…

    Gruß,

    R.K.S

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  34. Da muß ich als kleiner Holzwurm wohl noch viel lernen, bis ich das alles verstanden habe was du da in dem Artikel angesprochen hast.

    Aber der Artikel war gut zu lesen und selbst die Kommentare sind mal Interessant bei so einem Artikel ist das wohl nicht immer selbst verständlich, wenn ich das so bis jetzt alles richtig verstanden habe.

    Aber hat mal einer probiert herauszufinden über eine Umfrage oder wie auch immer warum gerade in D so mit den Links gegeizt wird??? Es ist zwar viel darüber zu lesen das es so schlimm ist und das man es doch ändern mußte, aber so richtig auf den Grund ist dem Thema wohl noch keiner gegangen oder habe ich da einen Artikel im Netz noch nicht gefunden???

    MfG

    Michael finger

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  37. Ich bin schon immer der Meinung, das man dofollow verlinken sollte. Gut das mittlerweile immer mehr Webmaster einsehen das es Sinn macht.

  38. Geben ist seliger als nehmen! Dies sollte jeder SEO Geizer hinter die Ohren schreiben und das Internet wirklich wieder so handhaben wie vor Jahrzehnten es der Fall war. Ausserdem kann es ja gut sein, das schon Morgen Google gar nicht mehr die Nummer eins ist und schwupps kommt eine andere Suchmaschine in den Genuss weltweiter Usergebrauch. Siehe dazu den Chrom- Browser, Firefox und IE sehen mittlerweile alt aus..

  39. Wenn wir die Psychologie zu Rate ziehen, erfahren wir, dass wir meist die eigenen Defizite beim Anderen erkennen und ich möchte mich dabei selbstverständlich nicht ausschließen. Ganz im Gegenteil.

    Die Schwierigkeiten, von der im Artikel die Rede ist, sind mir bestens bekannt und es kommt auch bei mir gelegentlich Frust auf, wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich es wünsche. Wenn sozusagen mein EGO gekränkt wird.

    Es gibt jedoch Momente, in denen ich den Tatsachen wertfreier begegne und dann stelle ich fest, dass es keineswegs am Geiz liegt, sondern einfach an der Tatsache, dass viele Menschen, ausschließlich kommerziell ausgerichtete Sites scheuen und entsprechend zurückhaltend sind, wenn es um die Promotion solcher Werke geht.

    Nie war es einfacher, Links zu setzen, wie wir alle wissen. Der ganze Social Media Bereich existiert meises Erachtens zu 90% aus Links, 8% rudimentärem Wissen und 2% aus nachhaltiger Wertschöpfung. Insofern betrachte ich 98% der Links als Spam.

    Google sieht dies jedoch anders, denn Google interessiert sich nicht für gute Inhalte, sondern gut verkäuflichen Content und dies ist ein Faktor, den wir uns zugute machen können., denn die meisten von uns können sich weder “Zeit” noch “Bild” Redakteure leisten.

    Es ist, sage ich jetzt einfach mal ganz unverschämt, nicht schwierig guten Content zu erstellen (“Schuster, bleib bei deinem Leisten”), auch die Technik macht den meisten von uns nicht zu schaffen, selbst das SEO können wir in Eigenregie gestalten und umsetzen.

    Doch dann bleibt nach wie vor das Marketing oder einfach die Präsenz in den Themen relevanten Plattformen, die viel Traffic generieren, aber entsprechend aufwendig sind und viele von uns überfordern. Hätten wir die Zeit für das Marketing könnten wir uns die SEO Aktivitäten sparen, denn der beste SEO ist nach wie vor ein zufriedener User.

    Ich denke, die Allrounder unter uns, werden immer ihr Einkommen generieren, aber darüber hinaus sind die Möglichkeiten sehr begrenzt. Dies muss ich mir für meinen Part eingestehen.

    Seit 10 Jahren erhalte ich Linktausch Anfragen und während ich die Texte früher mit einem gewissen Humor hinnahm wandert die Post mittlerweile ungelesen in den Müll. Der Geiz, den die Optimierer an den Tag legen ist von nichts und niemandem zu toppen und dabei ist erschreckend, wie wenig sich unsereiner für die Inhalte der Anderen interessiert. Ja, auch ich achte zunächst auf die statistischen Werte und wenn diese nicht passen, ist der Informations- oder Entertainmentgehalt sekundär.

    Ich wage mal die These, dass die SEO-Szene, und damit denke ich nicht an die Mitglieder dieses Blogs, auf das Nehmen fixiert ist und somit durchaus Verständnis dafür haben muss, wenn die Gesellschaft dieses Verhalten nicht, oder sehr widerwillig, unterstützt.

    Auf die Anderen zu schimpfen, hat uns noch nie weiter gebracht 🙂

Kommentare sind geschlossen.