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Links von edu-Domains als Trustfaktor?

Johannes hat auf der “Irgendwie und SEO”-Veranstaltung einen Vortrag zum Thema Backlink-Bewertung gehalten und mittlerweile über Linkbewertungsfaktoren grade zum Thema edu-Domains gebloggt. Seine Thesen (die er im ersten Fall leider so nicht explizit formuliert):

  1. edu-Links müssen nicht so stark sein wie ihr Ruf.
  2. Einige edu-Domains haben keine natürliche Backlinkstruktur

Die Analyse ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Ich würde es aber gern etwas differenzierter ausdrücken, als sein Artikel auf mich wirkt. Wobei das Folgende sich nicht rein auf .edu bezieht, sondern das einschließt, was viele damit assoziieren: Backlinks aus dem TLD-Kontext wie .edu, .gov, .mil sowie überhaupt Universitäts-Webseiten.

Zu Punkt 1: Es muss nicht immer eine IP-Pop von 1000 sein. Zuweilen sind solche Backlinks ein bisserl arg stark. Auch im “Das kauft ihr” Rahmen sind nette Wirkungen und die Domains nicht nur “obskur” oder die kaufenden SEOs verblödet. “Trust” ist ein schönes Wort. “Linkpower” ein anderes passendes in diesem Kontext. Was ich als SEO also mit dem ganzen edu-Kram assoziere: Dass es sich um Webseiten handelt, die von anderen hochwertigen Webseiten verlinkt sind, oftmals qualitativ hochwertigen Content besitzen und von Google deshalb ein gewisses Vertrauen besitzen. Jedenfalls mehr als ein Link aus einem solchen SEO-Blog 😉

Was ebenfalls öfter vorkommt: Dass Domains, die von .edu-Seiten aus angelinkt werden, auch Links von anderen schönen Seiten besitzen, z.B. renommierten Online-Magazinen. Da würde ich nicht nein sagen, wenn ich von einer solchen Domain aus einen Link haben könnte. Und selbst wenn die Domainpop nur 100 wäre, wären mir 60 Dollar für den Kauf einer solchen Domain nicht zu schade 😉

Zu Punkt 2: Klar, es gibt auch wenig sinnvolle Domains in diesem Kontext. Und auch massenhaft Spam: Domains mit 50 edu-Links, die dann aber alle aus irgendwelchen öffentlichen referrer-Statistiken stammen. Oder von edu.cn-Domains, die von Craphats gehackt wurden. Oder oder oder… Wertloser Spam-Dreck.

Aus meiner Sicht  ist die Bandbreite also groß: Von Mist über schwache, mittlere bis hin zu den richtig heftigen Powerlinks. Und ich gehe davon aus, dass der Sistrix-Artikel einfach nur helfen soll, dass nicht das Hirn aussetzt, nur weil irgendwo der ein oder andere edu-Link mit drin ist. Wie stark der Link einer Domain wirklich ist, dazu müsste man die Linkquellen all der linkgebenden Seite analysieren – und am besten auch noch deren Linkpower usw. Dies kann wohl kaum einer von uns, aber sicherlich Google. Für einfache SEOs/Domainer KANN damit der so vielfach totgesagte PageRank genau hier ein Indiz bilden und Hand in Hand mit anderen Werten (wie Domainpop, IP-Pop, ausgehende Links) klare Aussagen zur Einschätzung des Linkjuice bieten.

Autor:

Frank Doerr (aka Loewenherz) ist seit 1996 online, Inhaber von Spinpool Online-Marketing und der Webdesign- und Wordpress-Agentur Wolke23. Fachjournalist (bdfj) und Buchautor. Er hält Vorträge auf SEO-Konferenzen, organisierte den SEO Stammtisch Rhein-Main und hat die erste offizielle Dokumentation der SISTRIX Toolbox verfasst. In den 90ern Lehrauftrag an der FH Frankfurt/Main, 2015 an der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Informationswissenschaft.

3 Kommentare

  1. Hi Frank,
    schöne treffend Analyse / Klarstellung.

  2. Pingback: Links der Woche, Freitag 17.9.2010 | Werbeideen auf Marketing Guide

  3. Man sollte vieleicht auch dazu erwähnen das man Links in .gov und .edu kaum reinbekommt höchstens einem gehört die Domain oder man kennt die jenigen denen die Domain gehört.

    vg

    Mirko

Kommentare sind geschlossen.