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Kommentare als Rankingfaktor schon heute

Das Kommentarsystem für externe Websites von Facebook

Mein heutiges Thema wurde inspiriert von Malte’s Beitrag über Kommentare als Rankingfaktor hier auf SEO-Szene.

Er berichtete, wie Google mit Hilfe einer vielleicht kommenden Kommentarfunktion für die eigene Website („Kommentarfunktion-as-a-Service“, wie dies bereits facebook anbietet) in Zukunft dazu genutzt werden könnte, um Spam zu verringern und Webseiten aufzuwerten. Eines seiner Hauptargumente war, dass dies aus mehreren Gründen auch zu einem Rankingfaktor für Google werden kann (wer dies genauer nachlesen möchte: Kommentare als Rankingfaktor).
Vielen Website-Betreibern ist allerdings nicht bewusst, dass auch bereits heute Kommentare durchaus das Ranking beeinflussen können – sowohl positiv als auch negativ.

Was bedeutet ein Kommentar für Google?

  • Sie verändern die Keyword-Density (und Verteilung) einer Seite
  • Sie verändern die Overall-Textqualität einer Seite
  • Vielfach enthalten Kommentare Links zur Seite des jeweiligen Autors (Blogkommentar-Links)
  • Sie zeigen, dass sich die Besucher mit der Seite beschäftigen
  • Sie bieten eine Erweiterung des ursprünglichen Inhalts (UGC)
  • Sie sind mal länger, mal kürzer
  • Sie zeigen ein Stimmungsbild (siehe Malte’s Beitrag, Abschnitt „Die Crux mit negativen Kommentaren“)
  • Google erkennt an Kommentaren, dass eine Blogsoftware auch tatsächlich als Blog genutzt wird

Einige dieser Faktoren erfordern es nicht, dass Google den UGC-Content als Kommentare erkennt – andere Faktoren sind genau hierauf angewiesen. Gehen wir zunächst einmal auf die offensichtlichen Punkte ein:

1. Keyworddichte und Keywordverteilung

Der Beitrag, den ein SEO schreibt war in der Vergangenheit oft gut bedacht auf eine bestimmte Keyworddichte ausgelegt. Natürlich sind diese Zeiten überholt und wir alle wissen, dass eine auffällige Keyworddichte in einem der zukünftigen Penguin-Updates vielleicht einen höheren Stellenwert einnimmt.
Aber dennoch kann eine hohe Anzahl von Kommentaren (oder/und besonders lange Kommentare) dafür sorgen, dass unser wichtigstes Keyword auf einmal mit weniger als 1% auf der Seite vertreten ist – und noch schlimmer – nur ganz oben im Content und dann nicht mehr. Überoptimierung hin- oder her – Google kann hier schnell auf die Idee kommen, dass der Beitrag (alleine vom Inhalt her) nicht mehr ganz so „optimal“ ist.

2. Textqualität

Google Reading Level

Wer einmal auf Google.com sucht und in die Sidebar unter Suchoptionen schaut, wird dort den Punkt „Reading Level“ finden. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass Google sich durchaus bewusst ist, dass verschiedene Zielgruppen auch verschiedene Qualitäten von Content bevorzugen. Du kannst so Deine Śuche gezielt nach bestimmten Qualitätsstufen konzentrieren.

Beispiel: Ist ein User auf der Suche nach „Einfluss von freien Radikalen auf Chromosomen von Pflanzen“ halte ich es für sehr Wahrscheinlich, dass Google genügend Hinweise in dieser Query findet, dass ich nicht auf der Suche nach Dokumenten mit einfachem Leselevel (einfacher/geringer Qualität) bin.

Beispiel2: Ist ein User auf der Suche nach „Rezept für Marmorkuchen“ wird Google anhand von „Rezept“ und „Marmorkuchen“ erkennen, dass der User auf der Suche nach Content mit einfachem „reading level“ ist – einem Backrezept halt.

Doch was hat das mit Kommentaren zu tun?

Nun, sehr einfach: Mit dem Schreiben Deines Beitrags erfüllt dieser die Kriterien für eines von Google definierten Qualitätslevels. Falls Du Dich mit Deiner Thematik gut auskennst (und nicht einfach 2-Sterne-Texte geordert hast) wird es sehr wahrscheinlich sein, dass Du aus Deiner Erfahrung heraus automatisch das richtige Qualitätslevel triffst, welches Du für Deine Zielgruppe bei Google benötigst.

Bekommt dieser von Dir erstellte Content nun viele Kommentare (oder wenige ausführliche Kommentare) kann es durchaus sein, dass die verschiedenen Autoren das „reading level“ nach oben oder nach unten „korrigieren“ und damit nicht nur kostenlosen Content liefern oder die Wahrscheinlichkeit für Longtail-Rankings steigern, sondern auch Deine wichtigen Rankings gefährden, da für diese unter Umständen von Google eine Zielqualität festgelegt wurde, die den Usern am ehesten entspricht.

Klingt nach Zukunftsmusik? Nun, es ist nicht nur möglich – Google zeigt wie bereits erwähnt, dass sie bereits daran arbeiten.

3. Kommentarlinks

Nun, dies ist nichts Neues für uns alle, dass für viele Webmaster und SEOs Blogkommentare eine wichtige Backlinkquelle sind.
Auch nichts Neues ist, dass Blogkommentarlinks mehr und mehr an Bedeutung für den Linkaufbau verlieren, da Google sie durchaus als solche erkennen kann (selbst wenn sie nicht mit „nofollow“ entwertet wurden, wie die Voreinstellung von WordPress z.B. vorsieht).

Doch denkt einmal ein wenig tiefer – was ist mit den vielen Blogkommentarspammern da draußen, die irgendwann aufgeben und ihre Website verfallen lassen. Diese Links führen ins Leere (tote Links).

Ganze Websites oder einzelne Inhalte werden von den Webmastern (oder SEOs) auf neue Inhalte weitergeleitet … doch ist dies immer auch noch ein positiver Link für Deinen Content?

Wir wissen alle, dass eingehende Links immer noch ein wichtiger Rankingfaktor sind … doch auch ausgehende Links als Mehrwert für den User nehmen immer mehr an Bedeutung zu (Also: Kommentarlinks gut prüfen vor dem Freischalten … tote Links entfernen und Weiterleitungen prüfen. Ein gutes Plugin für WordPress, dass regelmäßig prüft: http://wordpress.org/extend/plugins/broken-link-checker/ … sowie der bekannte Xenu’s Link Sleuth)

Die kommenden Argumente setzen voraus, dass Google erkennt, dass der zusätzliche Content wirklich Kommentare – also user-generated sind:

Google kann sehen, dass Du Kommentare hast

kommentar malteJa, richtig … vielfach liefert der Quelltext einer Seite Google vielfältige Hinweise darauf, dass es sich bei dem sich stetig aktualisierenden Inhalten um Kommentare handelt. Hier nur ganz kurz die Hinweise in Stichworten:

  • rel=author (wird ja nun zur Mode mit diesem Attribut zu experimentieren)
  • Classes, Ids, … z.B.: <div id=“comments„>
  • wiederholte Zeitangaben (in unmittelbarer Linknähe … nach einem längeren Contentpart ohne diese Charakteristika)

Es existieren unzählige Footprints und Wahrscheinlichkeitsanzeigen für Kommentare, die vielfach in Kombination ein ganz klares Zeichen dafür setzen.

Basierend auf diesem „Bewusstsein“ könnte Google folgende Punkte als Rankingfaktoren berücksichtigen:

4. Aktivität der User

Erhält ein Beitrag viele Kommentare, zeigt dass, dass er den Lesern gefällt – oder sie zumindest beschäftigt.
Ein Zeichen dafür, dass dieser Beitrag auch viele andere Menschen (auf der Suche nach derselben Thematik) interessieren könnte – nicht wahr? Also viele Kommentare können ein Plus-Punkt sein.

5. Qualität/Länge der Kommentare

Bekommt ein Beitrag zwar viele Kommentare – aber viele Kommentare sind sehr kurz (selbst wenn keine Spamlinks enthalten sind), zeugen nicht gerade davon, dass der Beitrag die Menschen bewegt und zum Denken anregt, oder? Gepaart mit eine etwas zu hohen Bouncerate (der Seite oder der Domain) kann schnell zu Minus-Punkten führen – meine Einschätzung.

6. Erweiterung des ursprünglichen Beitrags

Schaffen es die Kommentatoren allerdings mehr zu sagen als „Danke für den Post – gebookmarked. Ich komme wieder“ kann das den ursprünglichen Inhalt ungemein aufwerten … Google kann dies ohne weiteres als Anzeichen für Mehrwert für die Besucher bewerten.

7. Stimmungsbild der Kommentare

Auf diesen Punkt muss ich nicht näher eingehen, das hat Malte in seinem Beitrag bereits ausführlich behandelt (Stichwort: „Die Crux mit negativen Kommentaren„)

8. Google erkennt Deine Seite ist ein Blog

Natürlich sieht Google auch zuvor bereits beim ersten Besuch, dass Du WordPress (oder eine andere typische Blogsoftwares) einsetzt. Allerdings ist es heutzutage nicht mehr unüblich Blogsysteme als CMS für normale Websites einzusetzen. Lässt Du Kommentare zu – ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass Du tatsächlich einen Blog führst (zusammen mit anderen Signalen wie Archiven, Tags, …)

Doch warum benenne ich dies hier als Rankingfaktor?
Nun, dies geht auf meine (begründete) Annahme zurück, dass Google anhand verschiedenster Erfahrungen mit seinen Usern weiß, welcher Art Website und Content die User zu bestimmten Keywords bevorzugt sehen möchten. Für starke Moneykeywords, wie z.B. „Kredit“ ist es eher unwahrscheinlich mit einem typischen Blog in den ersten Ergebnissen mitzuspielen Was nicht bedeutet, dass es nicht eine reguläre Website auf Basis eines WordPress-Systems schaffen könnte – wenn es nicht als Blog eingesetzt wird!

Bei „longtailigeren“ Keywords wiederum kann es von Vorteil sein einen Blog ins Rennen zu schicken (oder ein Forum, ein Wiki, …). Gerade bei Keywords zu denen Google keine klare Präferenz bei den Usern zu einer bestimmten Art von Website oder Content feststellen konnte, versucht Google dem User eine Vielzahl von verschiedenen Websitetypen anzubieten. (Tipp: Schau in Deiner Nische welche Art von Website hier selten oder nicht vorkommt und baue genau diese Art von Website auf … ein wenig optimiert und mit Links versehen, kann diese es schnell in die Top 10 schaffen).

Bei immer aktuellen Keywords (zu denen es immer wieder News gibt) wird es auch ein Blog selten schaffen mit älteren Beiträgen zu ranken (sie sind nicht aktuell genug – selbst wenn sie viele Links und Kommentare haben), neuere Beiträge schießen dafür in die Top 10 ohne Zeitverzögerung. Aber wir schweifen hier vom Thema „Kommentare“ ab.

Kommentare – ein Ratschlag?

Beobachte genau, wie Deine Besucher mit Deiner Website umgehen und welcher Art Kommentare sie hinterlassen … versuche sie zu hochwertigeren (längeren Kommentaren) anzuregen.

  • Kennst Du Deine Nische gut genug? Sind Kommentare und UGC in Deiner Nische angebracht?
  • Entsprechen die Kommentare Deiner Besucher demselben Reading-Level, wie Dein Beitrag (wichtig für umkämpftere Keywords)
  • Bieten Kommentare Deinen Lesern einen echten Mehrwert? (falls nicht – vielleicht besser deaktivieren)
  • Sind die Links in älteren Kommentaren noch gut? Auf Broken Links und unangebrachte Linkziele prüfen! (auch bei nofollow-Links)

Was meint Ihr?

  • Ist in Eurer Nische noch Platz für Kommentare (oder wird es für Blogs schon schwerer?)
  • Könnte Ihr positive oder negative Beispiele zu den genannten Aspekten aus der Praxis berichten?
  • Habt Ihr weitere Ideen für wahrscheinliche Rankingfaktoren im direkten Bezug zu Kommentaren, die hier noch fehlen?
  • Welche Tipps habt Ihr im Umgang mit Kommentaren?
  • Wie animiert Ihr Eure Besucher zu wertvollen Kommentaren?

Autor:

Der "Psychic SEO" heißt eigentlich Marcus Pentzek und war von 2009 bis Ende 2011 bei der ABAKUS Internet Marketing GmbH (GF: Alan Webb und Uwe Tippmann) als SEO Consultant beschäftigt. Die ABAKUS-eigene SEO Toolbox "SEO DIVER" wurde von Marcus vom Launch im Mai 2010 bis Dezember 2011 als Projektmanager betreut und viele seiner Ideen haben Einzug in den DIVER gefunden. Seit 2012 lebt und arbeitet Marcus in Beijing (China) als Abteilungsleiter "Web Promotion" bei einer chinesischen Internet-Firma mit mehr als 80 Angestellten und als als freier Online Marketing Spezialist (auch für deutsche Kunden). Das Synonym "Psychic-SEO" kommt von dem gleichnamigen "esoterischen SEO-Blog", in dem der Psychic SEO mal mit einem Augenzwinkern die Themen Esoterik mit Suchmaschinenoptimierung verquickt (und so durchaus auch Denkanstöße für das reale SEO-Geschäft gibt), mal aber auch ernst gemeinte SEO-Beiträge das Licht der Welt erblicken.

22 Kommentare

  1. Da war jetzt zwar nicht weltbewegend neues dabei aber ich finde das trotzdem ein extrem Interessantes Thema und dementsprechend auch die Übersicht in diesem Artikel gut.
    google erkennt definitiv Kommentare und diese beeinflussen definitiv die Rankings. Ich sehe qualitativ gute Kommentare und Diskussionen aber immer als Mehrwert für den Artikel und mir ist es dabei egal, wenn sich die Keyworddichte verändert.
    Ich prüfe die Kommentare bei mir immer relativ genau, kurze Kommentare schalte ich zwar frei aber entferne entweder die URL dazu oder stelle sie auf nofollow.

  2. Hallo Adrian, ich halte es bei Kommentaren in meinen Blogs ebenso wie Du … bei zu kurzen Kommentaren (meist) die URL entfernen, grundsätzlich jeden Link prüfen (ich mag nicht auf Webspam linken – auch nicht per nofollow) und auf die Keyworddichte achte ich persönlich nicht einmal bei Schreiben des Beitrags.

    Aber Autoren, die gezielt schreiben, um gewisse Keywordrankings zu erreichen, sollte dieser Faktor in den Kommentaren bewusst sein (oder Blogger, die per „Zufall“ ein tolles Ranking für ein wichtiges Keyword erreicht haben, möchten dies vielleicht nicht durch die Keyworddichteveränderung durch Kommentare zu sehr gefährdet sehen ;-))

  3. Ich sehe es auch so, man muss immer überlegen ob Kommentare in dem jeweiligen Themenbereich angenommen werden und Mehrwert bieten können. Denn wenn eine Seite bzw. ein Blog zwar ein Kommentarfeld bereitstellt aber nie ein Kommentar eintrifft kann Google das auch als negatives Kriterium sehen.

  4. schöner Beitrag. Aber angenommen google taggt eine Seite anhand des CMS, in diesem Fall WP, dann müssten ja Firmenseiten, die WP einsetzen aber keine Kommentare erlauben einen Nachteil haben! …weil google dann „denkt“: uiii ein Blog, aber nix los…. schlecht….

    beste Grüße
    Nico

  5. Vielen Dank für diesen sehr umfangreichen Blog-Artikel! Kommentare sind ein wertvolles Gut für alle Beteiligten (Spammer mal ausgenommen). Insbesondere potenzielle Leser orientieren sich bei der ersten Qualitätseinschätzung auch an Kommentaren. Lebt dieses Dokument? Findet es Anklang? Ergibt sich eine Diskussion? Ich behaupte, dass Google sehr wohl zwischen Artikel-Content und Kommentare-Content unterscheiden kann. Mehr Wert in Punkto Keywords legt Google sicher auf den eigenen Content. Und Google zählt sehr wohl Links mit nofollow. Das kann man sehr schön in den Google Webmaster Tools sehen.

  6. @Nico ich denke ganz klar, dass Google nicht allein daran, dass erkannt werden kann welches CMS eingesetzt wird eine Bewertung der Website vornimmt (nach dem Motto WordPress = Blog). Diese „CMS-footprints“ innerhalb des Quelltextes (html-Kommentare, bestimmte Verzeichnisstrukturen für Templates, …) können sicherlich ein erster Hinweis darauf sein, dass es sich um einen Blog handeln könnte – allerdings spielen hier eben andere Faktoren ebenso eine Rolle, wie das Vorhandensein eine Kommentar-Formulars unter jedem Beitrag, tatsächliche Kommentare, mehr oder minder regelmäßige Veröffentlichungsfrequenz neuer Beiträge, „typische“ Blog-Startseite mit den letzten Beiträgen, Archivseiten, Tags, Tag-Seiten, …
    … aber eben auch externe (Link-)Signale, wie Blogkommentar-Links (ein durchaus übliches Mittel unter Bloggern sich zu „vernetzen“), Erwähnungen und Links aus anderen Blogs, Traffic-Buzzez aus den „üblich verdächtigen“ Social Medias (facebook, twitter, …) zu neuen Beiträgen, … es gibt viele blogtypische Signale, die Google sicherlich alle nicht einzeln werten kann und wird, um eine Website als Blog zu klassifizieren 😉

    @Philip jep, sehe ich auch so – vielfach ist es sicherlich für Google möglich Kommentare auch als solche zu identifizieren und zu bewerten. Ob dies aber tatsächlich auch geschieht … oder besser: auch bei Blogs geschieht, die kein passendes Markup verwenden um Kommentare noch klarer hervorzuheben) ist wohl eher eine Frage der Notwendigkeit, um gute Ergebnisse zu bringen. Man darf nicht vergessen, dass ein solches vorgehen bei Millionen von Blogs und Abermillionen von Kommentaren eine ganz schöne Rechenpower ist, die aufgewandt werden müsste. Google kann das ganz sicher -aber ob sie es auch wirklich tun, steht eben auf einem anderen Blatt. Hier tippe ich vielmehr darauf, dass dies ein Feature ist, dass eventuell später einmal als neues Update ausgerollt wird (vielleicht als „Vitality-Update“, um Blogs in die Top-Serps zu lassen, die zu harten Keys rege und aktuelle Diskussionen haben? … naja, soweit mein Blick in die Kristallkugel – vielleicht für nächstes Jahr).

    Nofollow-Links – das ist mal ein abendfüllendes Thema für sich 😉 … in einem Beitrag im Psychic-SEO-Blog betrachte ich das Thema Links bekommen, Links geben und Links mit nofollow ein wenig durch die durchgeknallte Brille, aber lest mal zwischen den Zeilen 😉

  7. Vorweg: klasse Artikel, auch wenn dies der typische Einstieg bei vielen Kommentaren ist 😉

    Also bei meinem noch sehr jungen Blog ist es oftmals so, dass sich die Leser nicht trauen den ersten Kommentar zu schreiben. Ich hab gemerkt, dass man diese Barriere mithilfe von gefakten Kommentaren entgegen wirken kann. Ja, ich weiß, ist nicht die wirklich feine Art, aber es funktioniert. Um dann noch hochwertigere Kommentare zu kriegen, kann man glaub ich nur selbst eingreifen. Indem man das Kommentierte ebenfalls kommentiert.

  8. Danke Sabrina, der erste Kommentar eines echten Users in diesem Artikel. Endlich kann ich mit kommentieren aufhören 😉

  9. Das Thema fake-Kommentare finde ich extrem interessant.
    Ich will mich erst einmal davon distanzieren weil ich einfach nichts davon halte, die Diskussion mit falschen Kommentaren am Leben zu erhalten aber wie sieht das eigentlich Google?
    Klar, falls Google einen Kommentarservice anbietet braucht man dazu ein Google+ Profil aber beim Standard Formular kann man doch irgendwelche Daten eingeben.
    Eine Suchmaschine loggt sicher nicht die IP der Kommentatoren und kann demzufolge nicht lieb von böse unterscheiden.
    So könnte man theoretisch eine Fake-Diskussion aufbauen, dabei schön auf Keywords achten und hoffen, dass der Artikel dadurch besser rankt.

    Denkt ihr, dass das möglich ist und nicht auffallen würde?

  10. Hallo,

    schöner Beitrag, gleich mal einen Kommentar hinterlassen 😉

    Grüße

    Gretus

  11. Wie schaut es damit aus – wenn man die Kommentare auf dofollow stellt? Spam oder eher positiv?

  12. Hallo Adrian,
    möglich ist das durchaus und wäre im Grunde „nur“ durch zwei Aspekte von Google zu erkennen:
    a) dieselbe IP-Adresse, die den Kommentar postet (extrem schwierig von Google zu erkennen. Über Trafficströme, die sie sehen wäre eventuell herauszufinden, dass eine IP-Range immer wieder auf den Blog zugreift – aber das kann auch der Webmaster nur zur Kontrolle/Pflege sein … und die IP direkt an den Beitrag schreiben heute die wenigsten Templates)
    b) Schreibstil … dies ist schon viel wahrscheinlicher, aber auch ein Aspekt, auf den man als Fake-Kommentargeber selbst achtet achten sollte.

    Vom moralischen Standpunkt und der Ehrlichkeit gegenüber den eigenen Besuchern einmal abgesehen kann auch eine Fake-Diskussion dem Besucher einen Mehrwert bieten – also warum nicht? Zumindest, um so die Hemmschwelle für andere zu brechen wie Sabrina schreibt?

  13. Hallo Baris, sorry, habe Deinen Kommentar übersehen.
    Versuchen wir uns einmal „in Google hineinzuversetzen“ und schauen ein wenig in die Vergangenheit, dann kommt uns wieder ins Gedächtnis, dass das nofollow-Attribut von den drei großen Suchmaschinen gemeinsam propagiert wurde, um UGC-Links zu entwerten. Und zwar aus einem ganz klar logischen Grund:
    – ein Link von einer Website stellt in der Regel eine Empfehlung des Webmasters dar
    – Links aus UGC können vom Webmaster in der Regel nicht alle kontrolliert werden
    Ergo: wird empfohlen Links aus UGC generell auf nofollow zu stellen.

    Nun zurück zu Deiner Frage: generell alle Kommentare aus UGC (also z.B. aus Kommentaren) unkontrolliert auf follow zu setzen, wäre sicherlich nicht im Sinne Google’s

    Nun gibt es aber auch die Webmaster, die so wie Frank hier erst alle Kommentare händisch kontrolliert und dann freigibt – durchaus eine Situation, in der man standardmäßig „follow“ setzen könnte (falls Frank auch jeweils prüft, ob er die jeweils verlinkten Seiten auch empfehlen kann).
    Würde sich nur noch die Frage stellen, ob Google den Unterschied erkennen kann.
    Meine Behauptung: Ja, Google kann – aber Nein, Google macht es nicht (bei jeder Seite). Nur Blogs, die eine gewisse Autoritätsschwelle überschreiten sind es Wert so genau untersucht (und beobachtet) zu werden, um eine Einstufung vorzunehmen, ob man follow-Links dieses Blogs vertrauen kann (Links von zu „kleinen“ Blogs sind einfach zu schwach, um einen gewichtigen Einfluss auszuüben).

    Eine generelle Antwort, ob Google es gut oder schlecht ist eine „generell alle Kommentarlinks auf follow setzen“ gibt es also nach meiner Meinung nicht. Aber vergesst nicht – ich bin nicht Google, dies ist nur eine wage Einschätzung von mir, ohne Untersuchung.

  14. Pingback: SEO-Woche: News aus der Content Marketing-Maschine | SEO Book

  15. Hey Marcus,

    danke für äußerst interessanten Beitrag! Ich find’s gut, dass du Kommentare als Rankingfaktor ins Licht rückst (naja, vielleicht zumindest für mich :)).

  16. Ich fand den Artikel recht interessant, da das Thema an sich ja immer aktuell ist bei Webmastern und Bloggern. Dennoch hab ich jetzt nichts besonders neues für mich entdecken können. Das entspricht eben alles meiner Methode. Spamm und Sinnloskram wird sofort entfernt, jeder Backlink einzeln nachgeprüft und ist ein Kommentar extrem kurz oder merkt man das er nur schnell dahingeschleudert wurde, in der Hoffnung vielleicht, gerade so durchzukommen, entferne ich den Link und überarbeite den Kommentar nochmal. Gute Kommentare sind natürlich immer willkommen, schließlich geben sie Bestätigung und Feedback. In diesem Sinne frohes Schaffen und maximale Erfolge für euch alle hier!

    lG Markus

  17. Ich finde nach-wie-vor einen der wichtigsten Faktoren ist einfach alle Kommentare auf DoFollow zu setzen… – dadurch bekomme ich eine gewisse Bewegung in die Kommentare, und durch die Gruppendynamik schreibt dann auch der eine oder andere Besucher der keinerlei Ahnung von SEO oder DoFollow hat, bzw. wird er durch bereits bestehende „SEO-Kommentare“ animiert…
    Was auch immer hilft Kommentare zu bekommen ist, am Ende des Artikels eine offene Frage zu stellen – dann können Besucher antworten!

  18. Ich denke auch, dass Google die Anzahl der Kommentare auswertet und schaut, wie viele der Besucher Kommentare hinterlassen. Das Problem wird aber sein, dass man nie wirklich wissen kann, ob es echte oder gefakte Kommentare sind.

  19. Sehr interessanter Artikel (bin über Google darauf gestoßen).

    Ich selbst betreibe meine Webseite nicht primär als Blog, sondern eher als Informations-Portal. Dennoch lasse ich bei meinen Artikeln neuerdings auch Kommentare zu.

    Ich persönlich empfinde eine Kommentarfunktion als eine Bereicherung. Beim Schreiben der Artikel lege ich jetzt nicht unbedingt Wert auf Keyword-Dichte oder ähnliches. Ich schreibe eigentlich fast immer „frei Schnauze“ und fahre damit relativ gut. Das die Kommentare dadurch die Keyword-Dichte verändern, ist mir eben aus dem genannten Grund auch wieder relativ egal.

    Wichtig ist mir dabei die Interaktion mit den Besuchern. Lob, Kritik, Fragen – all das kann man mit einer Kommentarfunktion imho besser verarbeiten als mit einem reinen Kontaktformular (welches wesentlich seltener benutzt wird).

    Mein CMS habe ich so eingestellt, dass ich die Kommentare zuerst freigeben muss und diese nicht automatisch veröffentlicht werden. So habe ich dann die Möglichkeit, Spam im Vorfeld auszufiltern. Klappt auch ganz gut so weit. 🙂

  20. Hallo Sandra, ja, das ist auf jede Fall eine gute Methode, um viele Kommentare zu bekommen (alles Leute, die auf einen follow-Link aus sind). Aber die Qualität Deines Inhalts wirst Du trotzdem noch kontrollieren müssen – denn alle Kommentare automatisch auf follow zu setzen ruft auch viele Spammer auf den Plan (auf „manuelle“ Spammer, die oft leichter am Spamfilter vorbeikommen).

    Allerdings birgt diese „Geheimwaffe“ für mehr Kommentare auch die Gefahr, das Dein Blog zu einer themenunrelevanten Linkschleuder wird. Jeder einzelne Deiner Artikel wird mit jedem Kommentar um einen externen Link angereichrt von dem Du Google signalisierst „dem Link traue ich“, da Du ihn nicht auf nofollow setzt.

    So kann schnell ein Beitrag über „5 Tipps das Baby sinnvoll zu beschäftigen“ mit durchaus tollen Kommentaren von manuellen Spammern, aber nicht weiterführenden externen Links zu Kredit-, SEO-, Download-, Gücksspiel- und Wahrsageseiten angereichert werden.

    Wäre ich Google, würde ich eine solche Linkschleuderseite auf Dauer nicht gut finden 😉

  21. Bei vielen Bloggs ist es so das man als Blogger erst mal die hürde mit dem ersten Kommentar überwinden muss das ist am besten zu überwinden in dem man freunde oder auch einer selbst einfach einen Fake kommentar schreibt dann kommen meistens auch die andere Kommentare

  22. Also ich möchte Sandra ein wenig widersprechen, denn ich sehe nicht so einen großen Unterschied in der Kommentarmenge aufgrund der DoFollow Einstellung in meinem Blog.
    Ich überprüfe jeden Eintrag vor dem Freischalten händisch und sehe mir die Linkziele und Inhalte der Kommentare genau an. Habe ich das Gefühl der Kommentar passt im Prinzip wirkt aber trotzdem Spammy aufgrund des Namens oder der URL nehme ich die URL einfach raus. Ist der Kommentar nicht themenrelevant lösche ich ihn komplett.

    Meiner Meinung nach wird grundsätzlich zu wenig Kommentiert und damit diskutiert. Blog Artikel stellen für mein Verständnis immer eine persönliche Meinung dar, über die man sprechen kann und sollte. Wer sich also die Mühe macht einen Artikel zu lesen und sich irgendwie angesprochen fühlt, egal ob positiv oder negativ, der sollte kommentieren. Ein Hinweis auf Facebook mit „Oh ein toller Artikel“ von …. zum Thema … finde ich ehrlich gesagt schade. Für die Reichweite sicherlich wichtig, aber im Sinne des Themas wäre ein Kommentar noch wertvoller.

    Im Oktober letzten Jahres hatte ich mich auch schon mal dazu ausgelassen. Wer also Lust hat findet den Artikel von mir auf meinem Blog: http://www.klick-it.de/ranking-kriterien/kommentarmuffel-behindern-sich-selbst.html.

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