SEO-Agentur in den SERPs runter – warum?
Gestern erst habe ich über das Thema „Google-Penalty durch Russen- und Polenlinks?“ geschrieben und heute hat es eine große SEO Agentur erwischt. Deren Website ging erst 2007 online und hat es durch geschickten Backlink-Aufbau geschafft, bei hart umkämpften Keys wie [SEO], [Suchmaschinenoptimierung] sowie diverse lokale Kombinationen stabil ganz vorn auf den ersten Plätzen zu stehen. Eine eindrucksvolle Leistung. Seit heute nur noch Seite 5 oder Seite 6. Ob diese Abstrafung mit den russischen Backlinks zu tun hat?
Bevor ich dies bloggte, habe ich erst einen der beiden Geschäftsführer angerufen. Er ist sich sicher, dass es nicht an den Russenlinks liegt und auch nicht der gestern von Matt Cutts angedrohte Dämpfungsfaktor für Russenlinks zugeschlagen hat. Es werden andere Gründe vermutet, beispielsweise wurden ihre Seite grade von einer anderen gespiegelt und ist möglicherweise Angriffen ausgesetzt. Also Versuche von Neidern, diese Agentur durch BlackHat-Maßnahmen rauszukegeln?
Dafür würde auch sprechen, dass der gestern genannte Shop-Betreiber ebenfalls aufgrund anderer Maßnahmen betroffen gewesen sein konnte. Ich habe grade mal tiefer in meinen eMails gekramt: Damals hatte mich ein Hilferuf nach jener Abstrafung ereilt und ich entdeckte ein DC-Problem: Der Kunde hatte zwei Domains ganz vorn in den SERPs, beide trotz stark verschiedener Whois-Einträge über denselben Webmaster-Account verwaltet (!) und auf beiden teilweise identische Inhalte – sehr ungünstig. Die betreuende SEO-Agentur hatte hier scheinbar nicht kompletten Einblick in all das, was der Kunde noch nebenher selbst so unternommen hat – mal wieder ein Argument dafür, dass eine SEO-Agentur ein Komplettkonzept erstellen und auch die komplette Durchführung übernehmen sollte.
Kurz und gut: Derzeit finden sich bei allen Domains, die möglicherweise durch das „Russen-Problem“ betroffen sind auch andere Gründe. Und wenn man nach der gestrigen Ankündigungen von Matt Cutts geht, dürfte auch bei solchen Links lediglich mit einem härteren Dämpfungsfaktor, nicht aber mit einer Abstrafung zu rechnen sein. Insofern: Wer gute Connections nach Russland oder anderen osteuropäischen Ländern hat (ich hatte hier gestern ein recht aufschlussreiches Telefonat mit einem russischen SEO), der kann möglicherweise weiterhin für billig Geld Links einkaufen. Ganz sicher sein, kann man aber nicht – deshalb gilt weiterhin, seine Kunden gut über mögliche Chancen und Risiken zu informieren.
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Über diesen Artikel
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- Veröffentlicht:
- 16. Januar 2009 / 14:57
- Autor:
- Loewenherz
- Abgelegt unter:
- SEO
- Schlagworte:
- Abstrafung, Agentur, Backlink, Google, Linkaufbau, Links, Matt Cutts, Penalty, Russen, SERPs

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