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Texte aus Textbörsen: Leidet die Qualität darunter?

(C) jgalleg4 | Flickr.com

Der nachfolgende Artikel verfolgt die Absicht, über die aktuelle Sachlage: Textbörsen vs. Textagentur zu informieren und soll den Lesern die Möglichkeit geben, Stellung zu beziehen. Es wird daher ausdrücklich um Stellungnahme und Meinungen in den Kommentaren gebeten.

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Qualitativ hochwertige und informative Texte, die in der Lage sind, dem Leser einen Mehrwert zu bieten, werden mittlerweile vielfach benötigt. Daher sehen sich immer mehr Textagenturen einem ständig wachsenden Auftragsvolumen gegenüber. Es müssen neue Texter eingestellt werden, um die Aufträge annehmen und fristgerecht beim Kunden abliefern zu können. Viele Textagenturen gehen den Weg über Textbörsen. Dabei handelt es sich um Portale, in denen sowohl der Texter als auch der Auftraggeber sich registrieren kann. Der Auftraggeber schreibt seinen Auftrag mit allen umzusetzenden Vorgaben aus. Daraufhin kann der Texter einen Textauftrag verbindlich annehmen und den Text zum jeweiligen Thema schreiben. Oftmals registrieren sich in Textbörsen ungelernte Kräfte. Es handelt sich zumeist um Hobbyautoren, die keine fundierte Ausbildung im Bereich des professionellen Schreibens genossen haben. Die Textaufträge, die in Textbörsen eingestellt werden, sind jedoch professionell und erwarten einen hohen Anspruch an Qualität und Einhaltung von Vorgaben.

Das Internet lebt von suchmaschinenoptimierten Texten

Ein durchdachter Linkaufbau und die Vergabe bestimmter Schlüsselwörter spielen eine entscheidende Rolle für den Kunden. Dieser benötigt diese Struktur, um im Ranking der Suchmaschinen gelistet zu sein. Diese Anforderungen können einen ungelernten Texter oftmals überfordern. Selten finden sich in Textbörsen Aufträge, die wirklich einen Mehrwert zum Ziel haben. Vielmehr werden Aufträge ausgeschrieben, in welchen die suchmaschinenoptimierte Textgestaltung das alleinige Ziel ist. Viele Experten sind daher der Meinung, dass die Qualität der Texte darunter leidet. Kunden legen mittlerweile viel mehr Wert auf einen suchmaschinenoptimierten Linkaufbau als auf Texte, von welchen der Leser aufgrund des Informationsgehaltes individuell profitieren kann um auf diese Weise über einen Link auf die Zielseite zu gelangen.

Ob die Qualität der im Internet zur Verfügung stehenden Texte leidet, hängt immer vom Webseitenbetreiber selbst ab. Dieser muss wissen, worauf er seinen Fokus setzt. So ist es ihm entweder wichtiger, dem Leser einen Mehrwert zu bieten oder er ist ausschließlich an einem guten Ranking in den Suchmaschinen interessiert. Texte, die in Textbörsen vergeben werden, finden ihren Platz oft in Artikelverzeichnissen. Diese wiederum leben vom Linkaufbau. Dadurch, dass sich in solcherlei Texten sehr viele Keywords bzw. Keywordphrasen befinden, kann es passieren, dass die Texte unnatürlich werden und der Informationsgehalt nicht mehr gegeben ist. Zwar wird einem Texter bei der Bewältigung derartiger Textaufträge abverlangt, dass er in der Lage ist, spezifische Vorgaben umzusetzen und bestimmte Schlüsselwörter einzubauen, auf die inhaltliche Qualität der Texte kommt es dabei jedoch nicht mehr an.

Doch warum gehen Kunden diesen Weg

Einerseits liegt dies daran, dass für diese Art von Texten keine fundierte journalistische Grundausbildung mehr nötig ist. Suchmaschinenoptimierte Texte leben von ihrer Struktur und nicht mehr so stark von ihren Inhalten. Dadurch benötigt der Texter, der den Auftrag bearbeitet kein Fachwissen mehr, um Inhalte zu erstellen. Des Weiteren ist der Weg über eine Textbörse natürlich eine Kostenfrage. Die Texter werden zu Wortpreisen bezahlt, die weit unter dem Standard liegen. Dem Kunden ist es daher möglich, ein größeres Auftragsvolumen anzunehmen. Er kann in einer Textbörse auf viele verschiedene Texter zurückgreifen, die trotz des nicht vorhandenen Fachwissens in der Lage sein können, qualitativ hochwertige Texte zu verfassen. Zu beobachten ist jedoch auch, dass der Trend durch aktuelle tierische Ereignisse wieder mehr zu informativen Inhalten geht. Inwieweit dies den Erfolgszug der Textbörsen beeinflusst, bleibt abzuwarten.

Welche Textbörsen gibt es?

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl an Text- und Contentbörsen die alle dem gleichen Zweck dienen – der Erstellung von Inhalten in großer Zahl. Ob sich diese zur Nutzung auf eigenen Projekten ider zur Beschreibung von Produkten innerhalb von Online Shops eignen, sollte jeder Webseitenbetreiber für sich selbst herausfinden, doch die Erfahrung lehrt, dass sich Texte von Textbörsen auf keinem Level mit denen professioneller Textagenturen messen können.

Abchließend nun noch eine Auflistung einiger, ausgewählter Textbörsen:

Was jetzt?

In den kommenden Wochen und Monaten werde ich zu dieser Thematik noch tiefgehendere Artikel veröffentlichen. Ich habe, um die Qualität und das Standing beider Textsorten bei den Suchmaschinen zu checken, zwei identische Projekte angelegt, bei denen eines mit Premiumtexten von Textagenturen und eines mit massentexten von Textbörsen versorgt wurde. Ansonsten sind alle Parameter gleich. Nach drei Monaten erfolgt ein Cut und alle Standings werden gegenübergestellt und verglichen.

Autor:

Dieser Artikel wurde von Markus verfasst. Markus ist Gründer & Head of SEO der KarMa Webmarketing GbR und seit 2008 aktiv im Online Marketing tätig. Sein besonderes Interesse gilt dem Bereichen Linkbuilding und Nachhaltigkeit im Online Marketing. Als Neuling unter all den "Alten Hasen" versucht er sein Wissen in verständlicher Weise an Einsteiger weiterzugeben.

26 Kommentare

  1. Danke für den Hinweis Max. Der Autor wollte nur eine Agentur empfehlen, mit der er gute Erfahrungen gemacht hat. Habs umgehend gelöscht, da es mir ebenfalls unpassend erschien. Bei Textbörsen sind die großen Brands klar, aber bei Textagenturen gibt es einfach zu viele, die man nennen könnte/müsste.

  2. Hallo Max,
    ich wollte nur noch einmal bestätigen, was Frank eben gesagt hat. Ich arbeite seit geraumer Zeit mit der nun entfernten Textagentur zusammen und wollte lediglich eine Empfehlung aussprechen. Der Link wurde unverzüglich aus dem Artikel entfernt, da er als KW Link doch etwas fehl am Platz erschien.

    Bitte entschuldige die Verwirrung.

  3. @Markus,

    deine Aussage [… doch die Erfahrung lehrt, dass sich Texte von Textbörsen auf keinem Level mit denen professioneller Textagenturen messen können…] kann ich so nicht bestätigen.

    Einige Textbörsen bieten unterschiedliche Levels an und man hat zudem die Möglichkeit, Änderungen bzw. Textanpassungen vornehmen zu lassen, bevor die Freigabe erteilt wird.

    Zudem ist Textbörse nicht gleich Textbörse!

  4. Hallo Semseoguy,

    also ich muss und kann nur aus meiner Sicht der Dinge berichten und da ist es eben leider so, dass texte von textbörsen, ich beschränke mich hier auf die drei genannten, nicht mit denen einer Textagentur mithalten konnten. Nicht, dass die Qualität der Texte im Endeffekt nicht mithalten kann, aber allein der Weg bi zum finalen Ergebnis ist eine Qual. Wenn man seine Autoren auf textbörsen vernünftig brieft, dann sollte es auch schneller gehen, aber ich habe leider schon zu viele qualitativ minderwertige Texte erhalten.

    Die verschiedenen Qualitätsstufen, die Du anssprichst sind ein durch die textbörsen gut gedachter Weg, aber wenn ich mir ansehe, dass es bei zB Textbroker nur eine handvoll 5* Autoren gibt…

  5. Hallo Markus,
    danke für deinen Artikel. Meine Erfahrungen mit Textbörsen sind ebenfalls katastrophal. Sprachliche Fehler, Unfähigkeit die SEO-Vorgaben umzusetzen und inhaltliche Fehler waren an der Tagesordnung. Auch Korrekturschleifen haben nichts gebracht. Habe mit 2 von den 3 genannten Textbörsen zusammengearbeitet.
    Es ist sicher ein besserer Weg, sich für ein Thema, für das man häufiger Texte benötigt, einen eigenen Texter (z. B. Student) „aufzubauen“. Denn schlechte Texte im Web sind absolut kontraproduktiv.

    Bin gespannt auf deine weiteren Erkenntnisse.

  6. Ich würde eher in Richtung feste Texter gehen, die sich in die betreffende Materie einarbeiten und dann auch eine deutlich bessere Qualität liefern können.

    Was mir an der Stelle allerdings fehlt, ist eine Gegenüberstellung des Preisniveaus.

  7. Welche Textagentur ist denn nun gemeint bzw. zu empfehlen? Ihr könnt ja den Link rauslassen, aber den Namen wenigstens hinschreiben….

  8. @ Antje: Ich teile deine EInstellung vollkommen. Ich stehe zwar aus beruflichen Gründen selber des Öfteren vor dem Problem, dass ich „Massentexte“ produzieren lasse, diese sind jedoch von Vornherein nicht für den Menschen gedacht. Wenn ich Texte benötige, dann wähle ich stets die Textagentur meines Vertrauens…

    @Patrick: Die gegenüberstellung von textbörsen und textagenturen kommt noch. Hierzu bereite ich gerade einen Artikel vor, siehe:

    In den kommenden Wochen und Monaten werde ich zu dieser Thematik noch tiefgehendere Artikel veröffentlichen. Ich habe, um die Qualität und das Standing beider Textsorten bei den Suchmaschinen zu checken, zwei identische Projekte angelegt, bei denen eines mit Premiumtexten von Textagenturen und eines mit massentexten von Textbörsen versorgt wurde. Ansonsten sind alle Parameter gleich. Nach drei Monaten erfolgt ein Cut und alle Standings werden gegenübergestellt und verglichen.

    @Fragender: Es handelt sich, und das ist lediglich meine Meinung und die kann ich aus Überzeugung vertreten, um die Textagentur Thümmel, zu finden unter http://www.textagentur-thümmel.de.

  9. Hallo Markus,

    ich kann deine Erfahrungen leider nicht teilen. Als Onlineshop haben wir es sehr oft sehr schwer, zeitnah z.B. einen neuen Hersteller zu listen. Wir haben gerade z.B. einen neuen Partner, weshalb es uns möglich ist, knapp 15 neue Hersteller zu listen. Jeder Hersteller hat knapp 50 Artikel, manche noch deutlich mehr, und einige Variationen dieser Artikel gibt es auch noch. Da es in unserer Branche Gang und Gebe ist, einfach den Herstellertext für die Produkte zu übernehmen, haben wir beschlossen, das alle Produkttexte von uns selbst verfasst werden müssen. Im normalen Alltag ist das kein Problem, aber jetzt gerade stellt uns das vor riesige Herausforderungen. Da es sich bei uns um erklärungsintensive Produkte handelt, reicht da kein Ein- oder Zweizeiler, wir haben kaum Produkttexte unter 300 Wörtern und die müssen erstmal geschrieben werden.
    Wir haben deshalb testweise eine der oben genannten Textbörsen ausprobiert und sind absolut begeistert. Bis jetzt haben wir knapp 200 Texte schreiben lassen und wir haben nur zwei davon ablehnen und neu ausschreiben müssen. Auch bei unseren sehr erklärungsintensiven Produkten gab es bis jetzt keinerlei Probleme. Alles steht und fällt natürlich mit der Ausschreibung. Ich habe eine Vorlage erstellt, der man entnehmen kann, wie der Text im Ganzen aufgebaut sein muss, welche Erwartungshaltung wir haben und welche Keywords verwendet werden sollen, da überlegt sich der Texter zweimal ob er den Auftrag annehmen will, oder eben nicht.
    Auch zeitlich gesehen, sind Textbörsen unschlagbar. Wenn man morgens einen Text ausschreibt, kann man ihn meißt am Mittag schon einpflegen, das haben wir bei Textagenturen sehr selten erlebt.
    Bei professionellen Schreibern ist es auch oft gegeben, das die Texte den Kunden indirekt von oben herab behandeln, natürlich völlig unbeabsichtigt. Das Problem kenne ich bei freien Schreibern fast gar nicht, die Produkttexte werden so geschrieben wie der Kunde sie lesen will und das ist für mich das allerwichtigste.
    Es wird oft vergessen, das es Online viele unterschiedliche Texte mit unterschiedlichen Anforderungen gibt und da wird es auch nie die richtige externe Lösung geben. Was für uns als Onlineshop gut funktioniert, muss nicht unbedingt bei Bloggern, Herstellern, etc funktionieren. Für uns sind Textbörsen definitiv eine kostengünstige Alternative zu Textagenturen und wir werden sie auch weiterhin fleissig nutzen.

  10. Danke für deinen ausführlichen Kommentar, Weitimwald. Ich freue mich, dass es jetzt zu einer wirklichen Diskussion kommt – das war das Ziel des Artikels. Du sprichst in deinem Kommentar sehr viele Bereiche von textbörsen an, mit denen ich in meiner Arbeit nur schlechte Ergebnisse erzielt habe. Natürlich kann man meine und Eure Anforserung an Texte bzw. Masse nicht gleichsetzen, aber ich kann es nur so berichten, wie ich es kennengelernt habe. Ich habe alle drei textbörsen ausprobiert und musste feststellen, dass sich die Texter (alles ab Stufe 4*) nicht bzw. kaum an die Vorgaben des Briefings gehalten haben.

    Relevante Keywörter wurden völlig unnatürlich in den Text eingebaut, es kam zu grammatik- und Rechtschreibfehlern. Im grunde habe ich auch kein Problem damit, wenn mal ein zwei Kommata vergessen werden oder ein Wort falsch geschrieben wird, aber aufgrund dessen muss ich mir jeden text noch einmal intensiv durchlesen, bzw. von meinen Mitarbeitern prüfen lassen, das kostet Zeit und Geld. Bei einer Textagentur habe ich bisher noch nie die Erfahrung machen müssen, dass es zu solchen Problemen gekommen ist.

    Ich denke man sieht ganz gut, dass es für alles zwei Ansichten gibt. Welcher Punkt ist es für Euch, der Textbörsen soviel attraktiver macht? Und: Sind die Texte vergleichbar mit der Qualität von textagenturen?

  11. Wenn man einigermaßen Wert auf Qualität legt, muss man letztendlich jeden Text noch einmal kontrollieren und ggfls. überarbeiten. Als Grundlage für einen Artikel eignen sich nach meiner Erfahrung aber auch Texte aus den Textbörsen. Die Qualität schwankt natürlich auch stark je nach Fachgebiet – ein Laie wird kaum einen Kommentar zu juristischen Themen verfassen können…

  12. Hi Markus,

    ich glaube, das wichtigste ist erstmal der Zweck den ein Text erfüllen soll und daran kann man dann auch ausmachen, ob eine Textbörse sinnvoll ist, oder nicht.
    Unternehmen die hochkomplexe Produkte herstellen und eher Ingenieure als Kunden haben, sind z.B. weder bei einer Textagentur noch bei einer Textbörse gut aufgehoben. Reine Contentseiten, die den Lesern hochwertige Texte zu bestimmten Themengebieten liefern wollen, sind eher bei Agenturen besser aufgehoben. Wobei ich feststellen musste, das gerade Laien eine andere, oft für Kunden besser verständliche Sicht haben, die unsere mittlerweile betriebsblinden Redakteure nicht haben.
    Für uns sind Textagenturen im Vergleich zu teuer, genauso wie interne Redakteure. Wir brauchen schnell viele qualitativ hochwertige Texte und da sind wir bei Textbörsen bis jetzt sehr gut aufgehoben.
    Man muss nur, wie oben schon erwähnt, wissen, was man haben will und das muss man den Schreibern auch verdeutlichen können, dann klappt das auch. Hält ein Autor sich nicht daran, wird sein Text abgelehnt und seine Arbeit war umsonst. Wer nur in seine Ausschreibung schreibt: „Ich brauche einen Text zum Thema … und die Keywords … sollen so und so oft im Text auftauchen“, braucht sich über die mangelnde Qualität nicht wundern. Das ist aber bei Agenturen auch nicht anders.
    Auf jeden Fall muss jeder Text, egal ob von einer Agentur oder einer Textbörse nachbearbeitet und an den Seitenstil angepasst werden, was aber ein minimaler Aufwand ist. Jeder der das nicht tut, handelt fahrlässig, kein Text landet ungelesen auf unserer Seite, denn Rechtschreibfehler passieren selbst dem besten Autor und auch nicht jedes Rechtschreibprogramm kann alle Fehler entdecken.
    Was die Textqualität angeht, kann ich mich nicht beschweren, mir ist wichtig, das unsere Kunden die Texte verstehen und sich informiert und unterhalten fühlen.
    Ich finde auch, das Textagenturen und -börsen schwer zu vergleichen sind, da es so viele unterschiedliche Anforderungen gibt, sinnvoller wäre es doch, herauszufinden, in welchem Fall man sich für das eine oder das andere entscheiden sollte. Ein Ferrari und ein Rolls Royce sind auch zwei Autos, die das gleiche machen, nämlich Personen von A nach B transportieren und auch ähnliche Kunden ansprechen, trotzdem sind beide so unterschiedlich, das man weder auf der Straße noch auf der Rennstrecke einen einigermaßen aussagekräftigen Vergleich machen kann.

  13. Hallo Markus,

    danke für diesen umfassenden Marktüberblick. Ich bin sehr gespannt, zu welchen Ergebnissen du kommst, wenn du die „Massenware“ mit hochwertigen Inhalten vergleichst. Selbstverständlich kannst du dabei nur die Wirkung im Hinblick auf SEO messen, nicht aber die auf den Leser.

    Ansonsten kann ich aus Erfahrung sagen, dass die Qualität bei Contentfarmen deutlich abweicht, man kann Glück haben, aber auch Pech. In der Praxis haben wir oftmals solche Texte intern fast neu schreiben müssen, sodass auch schon 2-3 Cent für diesen Content herausgeschmissenes Geld sind.

    Meiner Meinung nach liegt die Zukunft in der Spezialisierung auf bestimmte Themen oder auch Textsorten, sodass sich Kunden eine Textagentur aussuchen können, die in ihrem Fachbereich kompetent ist.

  14. Hallo Markus. Ein toller Artikel. Der Grund, warum die meisten einen guten Inhalt vernachlässigen, ist Google. Nach dem fast alle Webmaster spitz bekommen haben, das die Offpage Optimierung, eine größere Rolle spielt als die Onpage Optimierung, braucht man sich nicht wundern. Sobald das ein Webmaster erfährt, fängt er an sich nur noch Backlinks zu besorgen. Das Schlimme dabei ist, dass der eigentliche Inhalt immer weniger wird, bzw. nichts Neues passiert.
    Selbst nach den ganzen Updates jetzt glaube ich nicht, dass der Inhalt nun überwiegt. Solange das noch so ist, wird überall der Inhalt schlechter werden, weil sich eben nur noch sehr wenige bemühen gute Texte zu schreiben, oder natürlich zu kaufen. Was die meisten jedoch nicht wissen ist, selbst wenn eine Seite ganz oben in den Serbs steht, weil massiver Backlinkaufbau betrieben wurde, kann es dazu führen, dass diese Webseite trotzdem nicht läuft, da einfach der gute Inhalt fehlt. Man muss eine Mischung finden, und man darf keines der beiden vernachlässigen. Aus diesem Grund finde ich Foren sehr gut, weil dort jeden Tag kostenloser Content entsteht durch die User. Besser kann man es nicht haben. Zu den Anbietern wie Textbroker kann ich leider nichts sagen, da ich noch keinen Inhalt gekauft habe.

  15. Also ehrlich gesagt habe ich anfangs (so vor 3-4 Jahren) auch viele Texte zu Regionen und Städten schreiben lassen. Damals war es halt recht einfach und vor allem schnell an neue Inhalte zu kommen. Allerdings stellte sich das recht schnell als Fehler heraus. Die Texte waren zwar nicht wirklich schlecht, aber auch nicht sonderlich gut. Viele Informationen fehlten oder waren falsch. Eigentlich würde ich erwarten, dass die enthaltenen Infos aber stimmen. Nur, wenn ich einen Text erst mal prüfen muss, ob die Daten auch stimmen, dann kann ich den auch gleich selbst schreiben. Letztendlich war das denn immer genau so – ich musste den Text überarbeiten. Daher schreibe ich nun nur noch selbst. Das dauert zwar sehr lange, ist mühsam, aber ich weiß so wenigstens was ich habe. Auch passen die Texte dann vom Schreibstil her zueinander. Was bringen mir denn 200 oder 300 Texte von 20 Autoren, die alle anders schreiben. Alleine gesehen mögen die gut sein, aber wenn man da mehrere in Folge liest, dann merkt man die Unterschiede sehr deutlich.

  16. Spannendes Projekt, ich freue mich auf die Ergebnisse. Noch interessanter: die Kommentare. Die individuellen Erfahrungen derjenigen, die Texter und Agenturen in Anspruch nehmen. Sicherlich kommt die Bewertung der einzelnen Quellen von Content auch auf die Erwartungen an.

    Ich verstehe Großkunden durchaus. Die Zeiten sind manchmal hart und der Einkauf „wie in einem Online-Shop“ scheint bequem und schnell. Bei 2.000 Texten leppert sich jeder Cent (und das Beimischen günstiger Texte kann sich lohnen). Trotzdem möchte man Texte, die ohne schwerwiegende Mängel auskommen. Ich nehme an, jeder, der selbst und ständig oder nebenberuflich frei tätig ist, weiß, dass ein besonders tiefer Preis in Diskzepanz dazu steht.

    Je nach Auftragsbeschreibung und Umfang sowie Keywordvorgaben kommt bei manchen Textbörsen weitaus weniger als ein Studentenjoblohn zustande – wenn wir mal alle Kosten und Abgaben bedenken und eine Korrekturschleife oben drauf rechnen, die häufig sogar aufgrund von unvollständigen Informationen innerhalb der Briefings aufkommt. Wer da journalistische Arbeit und eine erstklassige Qualität erwartet, erwartet zuviel, KANN aber auch mal Glück haben, eben weil die Texterpools der Börsen sehr groß sind und somit ein breites Spektrum an Wissen bieten.

    Ich denke bei dem Ganzen an kosmetische Hautbehandlungen: Ich kann 20 Euro für eine Gesichtsmassage ausgeben, die in 15 Minuten erledigt ist und einen alkoholischen Geruch hinterlässt, kriege für 50 Euro aber schon eine pflegende Proteinmaske und den Bedampfer. Und bei 100 Euro hatte ich einen Kurzurlaub, der nur zwei Stunden dauerte, mich aber für die kommende Woche fit macht – inkl. Augenbrauenkorrektur, nettem Plausch, Keksen, Kaffee, Musik und Sekt. Und manchmal (!) gibt es sogar alle drei Angebote aus einer Hand..

    Auch bei Texten muss es nicht immer der Kurzurlaub sein. Die 20-Euro-Massage käme für mich allerdings nur in Notfällen oder bei Zeitarmut infrage.

    Müde Grüße und besten Dank für den Artikel,
    Papyrus

  17. Sehr spannendes Thema. Ich bin schon sehr neugierig auf das Ergebnis deines 3-monatigen Vergleichstests! Wobei es in punkto Textbörsen wohl auch sehr stark davon abhängt, an welche(n) Autor(en) du letztendlich gerätst. Da gibt es sicher ein breiteres Qualitätsspektrum.

  18. Auch ich habe schon z.B. auf textbroker.de getextet und halte mich mich 4 (sehr gut) von 5 möglichen Punkten. Das Problembewusstsein, das ich hier nur vertreten kann, ist jedoch ein gänzlich anderes 🙂

    Nicht der Texter ist der das Problem, sondern die auftraggebende Person!
    Als Texter bin ich sogar bemüht SEO mit gutem Deutsch und wissenschaftlicher Richtigkeit zu mixen, so dass bei allem SEO dennoch ein auch menschlich ansprechender Text entsteht.

    Wenn jedoch der Auftraggeber für 500 Worte nur 8€ zahlen möchte, dabei aber übersieht, dass statt einer Stunde es auch mal 4-5 Stunden dauern kann bis ein zu 100% lesbarer, nicht-zusammenkopierter Text fertig ist, dann ist das schon sehr fragwürdig, was ein kompetenter Texter überhaupt bei diesen Agenturen verloren hat..
    Ich texte selbst – jedoch

  19. Das ganze lässt sich pauschal nicht bewerten. Schließlich gibt es auf den Portalen gute und schlechte Autoren. Zudem gibt es viele verschiedene Preisstufen und so weiter. Wenn man gut zahlt, kann man auch gute Autoren finden. Wer immer schlecht zahlt, wird meistens auch nur schlechte Autoren finden. So einfach ist das.

  20. Ich habe mal bei Textbroker eingekauft und fand die Texte recht gut. Für Artikelverzeichnisse o.ä. jedenfalls zu gebrauchen.

  21. Hallo,

    also ich finde es sehr kurzfristig gedacht wenn Texte nur für Suchmaschinen geschrieben werden. Eigentlich müsst man doch wissen, dass auch die Abbruchrate und das schnelle Verlassen einer Seite von den Besuchern, von google nicht grade positiv gewertet wird. Außerdem macht man sich mit schlechten Texten weder Stammleser, noch Kunden für igendetwas.

    freundliche Grüße
    Josef

  22. Ich bin da ganz ehrlich. In der Vergangenheit habe ich die Erfahrung gemacht, dass Projektbetreiber zu mir gekommen sind und ein individuelles Angebot wollten. Sie waren bereit einen höheren Preis zu zahlen und erhielten dafür auch eine entsprechende Qualität.

    Ihr Hauptproblem war bisher, dass die Texterbörsen zwar sehr günstig arbeiten, sie aber häufige Korrekturen hatten und die Texter keine Pflege übernahmen. Die Texte mussten somit selbst in die Projekte eingepflegt werden. Ebenso waren die Texte nicht immer einheitlich im Schreibstil und qualitativ schlechter als erwartet.

    Ich bin gegen dieses Lohndumping bei Texterbörsen und verzichte deshalb mittlerweile komplette darauf. Aufträge von dort will ich nicht mehr beziehen.

  23. Der einheitliche Schreibstil ist wie ich finde toll auf einer Webseite.
    Die Schreiber in den Textbörsen kommen meist aus verschiedenen Umfeldern, ein Text von A ist oft nicht dem Text von B kompatibel in dem Sinne des Stils und des Ausdrucks. Somit bekommt man in seiner Seite keinen einheitlichen roten Faden rein, was im Gegenteil gerade bei kleineren Blogs ja zumeist der Fall ist, da nur ein Autor dahinter steht. Das mag sicher auch mit ein Grund ist, warum ich selbst auch Blogs sehr mag und warum die Bloggerei so populär geworden ist.

  24. Ich finde es Schade, dass die Bewertung der Textbörsen im Haupttext so einseitig gesehen wird. Manche Kunden hier in den Kommentaren haben wohl durchaus gute Erfahrungen gemacht. Dies sollte miteinbezogen werden. Ich selbst schreibe auf einer der genannten Börsen. Wenn dort ein Auftrag erscheint, in dem der Kunde 35 KWs auf 150 Wörter verlangt und das bei 0,9 Cent in Stufe 3, darf er sich über einen schlechten Text nicht wundern. Die Vorgaben der Texter sollten auch bedacht werden. Auf Stufe 5 kommt bei TB z.B. nur ein Autor, der sehr langfristig bereits auf Stufe 4 getextet hat. Dies wird völlig außer Acht gelassen, es heißt einfach es gäbe sehr wenige Autoren auf Stufe 5. Qualitativ gesehen gibt es zwischen 4 und 5 jedoch keinen Unterschied. Hier ist nur der Zeitfaktor ausschlaggebend. Insofern wünschte ich mir auch hier eine bessere Recherche…

  25. Da hast du Recht Elocina, das habe ich auch in meinem Vortrag beim letzten Textbroker-Autorentag gesagt. Ich plane auch seit einer Weile einen Artikel zu dem Thema.

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