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Was guckt der SEO? Filmtipps und ein Rückblick.

Die Nacht von Montag auf Dienstag. In ca. 36 Stunden sitze ich im Flieger nach Goa. Eine Zeit voller Arbeit und Packen. Die letzten Kundenaufträge, Daten synchronisieren, Laptop und ein Minimum an Klamotten einpacken. Letzte Chance für einen Rückblick. Der Aufhänger: Meine besten Filme. Von der Filmschau zum Rückblick.

Wanted

Zuletzt gesehen. Vom Bruderherz empfohlen. Hier gibt es die weiteren Infos. Klar, ein Film für Blackhat-SEOs: „Die Wölfe sind es die herrschen, nicht die Schafe.“ Eben nicht, denn die letzten Sätze des Films lauten:

„Ich bin es, der sich die Kontrolle über sein Leben zurückholt. Was zum Teufel hast du in letzter Zeit getan?“

Okay. Wenn es eine Botschaft gibt für das kommende Jahr, dann wäre es diese für mich. „Du hast die Kontrolle über dein Leben.“ Yeah. Du bist der Chef/die Chefin, der (heimliche) Regisseur in deinem Film. Du bestimmst, was du erfährst. Wenn Peter Bradshaw vom Guardian dem Film „Frauenhass“ unterstellt, negiert dies jegliche Existenz einer männlichen Seele. Auch Daniel Sander von Spiegel Online scheinen die Cojones abhanden gekommen zu sein. Da nähert sich Rainer Gansera in der Süddeutschen Zeitung am 4.09.2008 der Sache schon eher:

„Im Milieu und mit den knalligen Mitteln eines Blockbusters gelingt Bekmambetov das, was die Surrealisten experimentell suchten: entfesselt ausschweifende und ironisch zelebrierte Traumlogik.“

Na also. Geht doch. Mit einer etwas mageren, aber dennoch würzigen Angelina. Und führt assoziativ zum nächsten Film:

Fight Club

Natürlich steht dieser Film bei mir ganz oben. Es geht an die pure Essenz. Ab hier nahm ich Brad Pitt endgültig war. Eine Achterbahn direkt vom Start an. Die Story, der Irrsinn, die Entdeckung. Hart. Erst einmal hat eine Frau diesen Film mit mir geschaut, und da wusste ich, dass sie es mit mir aushalten könnte. Ein Männerfilm. „Where Is My Mind?“ von den Pixies am Ende zu den einstürzenden Hochhäusern der Banken (sic!) ist einfach perfekt. „Du hast mich in einer seltsamen Phase meines Lebens kennen gelernt“, wow!

Meet the Feebles

Und damit gleich zum nächsten. Diesmal nicht nur Film, sondern auch Lieblingsregisseur: Peter Jackson. 1990 oder 91 begegneten mir an einem Abend ein Film von Christoph Schlingensief, der mich umgehauen hat, und Meet the Feebles. Ab da kam die ganze Peter Jackson Palette mit Ausnahme vom Braindead, den ich bis heut nicht gesehen habe. Schließlich der Herr der Ringe und die Hoffnung, dass Jackson auch den kleinen Hobbit realisieren würde. Könnte was werden für die Zukunft. Wobei ich genauso auf die Fortführung von „Der Goldene Kompass“ warte. „His Dark Materials“ sind einfach ein genialer Gegenentwurf zu der Welt von Tolkien. Und wesenlich näher und spielerischer an der Realität. Gegen Lyra ist Harry Potter nur ein langweiliger Furz. Dann lieber Helge Schneider als Merlin 🙂

Träumendes Arkadien

Ja, jetzt oute ich mich endgültig als Romantiker. Ein alter Schwarz/Weiß-Film. Kaum Infos im Netz. Oder gar keine? Wer wird die Lösung und den Link finden? Oder ihn gar auf Platz 1 bringen und den Volltreffer landen? Ich habe ihn irgendwo auf einer alter VHS-Cassette. Aber keinen Videorecorder.

Tja, vier Filme sind es nun. Einer aus diesem Jahr, der Rest immer weiter in die Vergangenheit bis in die 70er. Zu nenen wären viele „If“, „Themroc“, „Einer flog übers Kuckucksnest“, die Verfilmungen von Philip K. Dick-Geschichten. Und somit geht mein Ehrenpreis an ihn: Philip K. Dick

Und mir fällt ein:Nausicaä aus dem Tal der Winde” von Hayao Miyazaki, ein Anime. Wegen meiner Begeisterung für das Oeuvre dieses Filmemachers würde ich mir sogar „Heidi“ wieder anschauen. Aber meine Kids haben bislang erfolgreich ihr Veto eingelegt.

Und natürlich nicht vergessen: The Big Lebowski. Für mich Kult und hier auch stellvertretend für das Gesamtwerk der Coen-Brüder. „faszinierend-absurde Bilderflut gegen alle Konventionen“ und „leichthändig arrangiertes, famos besetztes Schelmenstück, mit virtuosen Gags und tollen Sounds“, das sind doch mal schöne Sätze von Kritikern. Und diese Reihe könnte ich jetzt fortsetzen mit „Sin City“, den Filmen von Quentin Tarantino, und Machwerken wie „L.A. Confidental“, „Film noir“, „Kiss kiss bäng bäng“, die alle in eine ähnliche Richtung gehen.

Damit habe ich spontan einige Filme zusammenbekommen. Nicht dass nicht auch mehr gäbe. Vielleicht wird ja ein Stöckchen draus. „Was guckt der SEO?“ Und es entwickeln sich noch ein paar brauchbare Last-Minute-Weihnachtsgeschenktipps draus. Wenn schon nicht für andere, dann eben für sich selbst.

Und jetzt der Schwenk zur Retrospektive: Persönliche Entwicklungen im SEO-Bereich. Das Unglaublichste vornweg: Ich habe wullfy gestern auf meinen Feedreader gesetzt, nachdem ich seinen Artikel zum Thema Autoritäten gelesen habe. Okay, wirkt an manchen Stellen seltsam geschrieben, aber es macht sich. Ich musste gar feststellen, dass eine seiner Behauptungen, die ich vor mehr als einem Jahr kritisiert habe, einen höheren Wahrheitsgehalt hat, als damals von mir behauptet – hier muss ich Abbitte leisten. Jegliche Feindbilder innerhalb der SEO-Scene sind an sich sinnlos. Damit ist der Weg nicht weit zu Marcus:

Mit offenen Augen durchs Internet surfen!

Das ist einer seiner Tipps, der helfen kann, wenn das Kapital am Anfang der SEO-Karriere fehlt. In dem Interview wird auch das Thema Finanzkrise angesprochen, zu dem ich sagen muss: Ich kann hinsichtlich der Auftragslage keine Rezession feststellen. Meine kleine und ganz harmlose Krise kam dagegen, als ich im Laufe von 2008 die AdSense-Einnahmen studierte und feststellen musste, das bei deutlich mehr und besser platzierten Projekten weniger Einnahmen erfolgten. Ich bin kein Super-Affiliate wie Marcus, sondern gehe eher mit persönlicher Neugier an das Ranking. Doch ist dies auf Dauer wenig hilfreich und ich habe dieses Jahr langsam begonnen, das ein oder andere Projekt jenseits von Google zu monetarisieren. Zumindest soweit mir die Aktivität für Kunden Zeit gelassen hat. Das ist eines meiner Planungen für 2009: Noch besser delegieren können, weil die Kapazitäten dafür da sind. Und möglicherweise ein Umzug nach Bayern – Aschaffenburg is calling, SEO for love.

Doch zuerst: Urlaub. Seit drei Jahren fast durchweg durchgepowert. Jetzt vier Wochen Goa. Bei indischen Freunden direkt am Meer leben. Kultur, Ozean, Yoga. Kein SEO. Also… fast. Internet-Anschluss soll vorhanden sein. Laptop ist dabei. Passenderweise plane ich ein Live-Blogging, wenn mir der Sinn auch vor Ort noch danach stehen sollte (Erholung geht vor Profession!). Als Experiment. Die URL gibts per Twitter (Nachtrag für Goatix: Siehe die Tag-Wolke zu Goa bei Reise-Berichten). Und mein besonderer Dank für dieses Jahr 2008 geht an Sistrix für die tollen Tools!

Autor:

Frank Doerr (aka Loewenherz) ist seit 1996 online, Inhaber von Spinpool Online-Marketing und der Webdesign- und Wordpress-Agentur Wolke23. Fachjournalist (bdfj) und Buchautor. Er hält Vorträge auf SEO-Konferenzen, organisierte den SEO Stammtisch Rhein-Main und hat die erste offizielle Dokumentation der SISTRIX Toolbox verfasst. In den 90ern Lehrauftrag an der FH Frankfurt/Main, 2015 an der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Informationswissenschaft.

5 Kommentare

  1. Hihi, wünsch Dir viel Fun & dolle Erlebnisse in Goa – gibt glaub kaum ein weiteres Urlaubsziel, an dem ich (obwohl auch mehrmals als „Alibi“ dabei gehabt) weniger in meinen Lappi geschaut habe 😉

    Apropos „Du hast Kontrolle über Dein Leben“ – das merkt man in Indien besonders intensiv (you love it oer you hate it), nicht nur an dem immer wieder gehörtem Spruch: „everything possible“ …

    Würde mich zwar echt freuen Live-Blogging aus Goa zu lesen – als Twitter-Ignorant wird mir die URL aber verborgen bleiben … vielleicht postest Du sie ja doch auch noch hier?

  2. Stimmt Frank, du kennst dich mit Goa ja bestens aus. Wobei ich wohl kaum am Stand raven werde 🙂 Hab den Link jetzt ergänzt – ich hoffe, es wird nicht zu viel SEO-Spam dort aufschlagen 😉

    Mein Gott, in etwa sechs Stunden muss ich los und hab immer noch nicht gepackt. Aber vermutlich brauch ich außer meiner Schnorchelausrüstung sowieso nicht viel. Gibt ja dort alles billig einzukaufen.

  3. Cool, Danke – hab mir gleich mal den RSS Feed geschnappt …

    Schnorcheln in Goa? Geht zwar, ist aber nicht mit Thailand, Malediven, Karibik etc. zu vergleichen.

    Ansonsten – das beste italienische Restaurant (Fellini) in Goa ist in Arambol …
    Tiramisu dort ist ne Pflichtübung, aber auch Steinofen-Pizza & die Pasta sind einfach Klasse, wenn man mal keine Lust auf Curry & Co hat – könnte in 4 Wochen ja schon mal der Fall werden 😉

  4. Hi Frank,
    alles gute in den 4 Wochen Urlaub. Neid … :-). Mein Lieblingsfilm ist übrigens auch der Fight Club. Dieser Film enthält wirklich sehr viel Essenz des Lebens. Einfach mal ausprobieren. Mann muss ja nicht gleich ganze Banken in die Luft sprengen. Nein, aus, auch nicht als Black Hat.

  5. Bor bin ich neidisch }:-)

Kommentare sind geschlossen.