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Die Chance kleiner Anbieter

Sistrix hat heute unter dem Titel „Googles Angst vor kleinen Seiten“ beschrieben, dass Seiten kleiner Anbieter in den generischen Suchergebnissen mit „Stadtnamen und einer Berufsbezeichnung“ selten vorn auftauchen, weil sie kaum Chancen gegen den Trustfaktor mancher Branchenbücher haben. So werden populäre Seiten im beliebter, während Newcomer mangels Trustfaktor kaum Chancen haben. Johannes schreibt:

Naturgemäß haben große Projekte mit entsprechendem finanziellen und technischen Hintergrund es einfacher, dieses Vertrauen – sei es natürlich oder „nachgebaut“ – zu erarbeiten als die Selbstdarstellung eines regional tätigen Handwerkers.

Diese Tendenz kann ich im Grunde nachvollziehen. Andererseits war es für mich als SEO bislang kein Problem, Seiten meiner Kunden mit Keywords nach dem Muster „Berufsbezeichnung bzw. Tätigkeit plus Ort“ bei Google in die TopTen zu bringen. Hierzu reichte stets eine saubere On-Page-Optimierung sowie ein Link von einer einzigen meiner Authorities. Allerdings ist die betreffende Seite dann meist der einzige Treffer eines entsprechenden Anbieters auf Seite 1 neben Branchenbüchern wie cylex.de, gelbeseiten.de, meinestadt.de und goyellow.de, Bewertungsportalen wie kijiji sowie den ein oder anderen Gemeinschaftsseiten von Anbietern bzw. Fachportalen.

Insofern bedeutet dies für mich, dass kleine Anbieter durchaus eine Chance haben – aber in der Regel nur dann, wenn die Seite von einem professionellen SEO gestaltet wird. Was somit wieder ein Argument für unsere Tätigkeit ist und eine Absage darstellt an jene Website-gestaltenden Grafiker, Werbe- und PR-Agenturen, die geringe Kompetenzen im Umgang mit diesem Medium besitzen und Internetpräsenzen immer noch nach dem Motto „In Schönheit sterben“ realisieren.

Autor:

Frank Doerr (aka Loewenherz) ist seit 1996 online, Inhaber von Spinpool Online-Marketing und der Webdesign- und Wordpress-Agentur Wolke23. Fachjournalist (bdfj) und Buchautor. Er hält Vorträge auf SEO-Konferenzen, organisierte den SEO Stammtisch Rhein-Main und hat die erste offizielle Dokumentation der SISTRIX Toolbox verfasst. In den 90ern Lehrauftrag an der FH Frankfurt/Main, 2015 an der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Informationswissenschaft.

3 Kommentare

  1. Ich frage mich gerade ob das alles nicht eine Sache des Betrachtungswinkels ist.
    Ist es für den Suchenden nicht die wirklich bessere Alternative auf Branchenbücher oder Bewertungsportale und dergleichen verwiesen zu werden?
    Wenn ich hier in meiner Stadt beispielsweise nach einem Friseur suche dann will ich doch nicht den Friseur haben der das meiste Geld für SEO ausgegeben hat, sondern ich möchte möglichst mehrere haben aus denen ich selbst auswählen kann.

  2. Der Einwand ist sicher berechtigt. Mich nervt bei solchen Branchenbüchern allerdings, dass sie in der Regel keine weiteren Ergebnisse neben der Adresse liefern. Während ich beispielsweise auf der Website des Friseurs seine Preise, Öffnungszeiten und viele weitere Informationen finden kann. Und wenn diese Seiten ohne SEO keine Chance gegen die starken Branchenbücher haben – so wie von Johannes geschildert – ist dies natürlich ein Problem.

  3. Pingback: heje.de - Heiko und Jens über Projekte, Business und Privates » Google indiziert ja wirklich schnell

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